Tierhaltung
Die Vogelgrippe ist wieder da – das gilt jetzt

Zurzeit ist das Baselbiet von der Seuche verschont. Nicht aber von den nötigen Massnahmen.

Sharleen Wüest
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Das grösste Übertragungsrisiko bei Hausgeflügel ist der direkte Kontakt zu wildlebenden Wasservögeln. (Symbolbild)

Das grösste Übertragungsrisiko bei Hausgeflügel ist der direkte Kontakt zu wildlebenden Wasservögeln. (Symbolbild)

Keystone/STEFFEN SCHMIDT

Die Vogelgrippe hat die Schweiz erreicht. Seit Oktober ist die Krankheit bei wildlebenden Wasservögeln in Europa vermehrt festzustellen. Am 23. November wurde ein Fall von Vogelgrippe bei einer Geflügel-Hobbyhaltung im Zürcher Unterland festgestellt, teilt der Kanton Baselland in einer Meldung mit.

Um die Ausbreitung der Seuche zu verhindern, haben die Kantone zusammen mit dem Bundesamt für Lebensmittelsicherheit und Veterinärwesen präventive Massnahmen umgesetzt. Denn das Virus ist für Geflügel hochansteckend – auf den Menschen jedoch nach heutigen Erkenntnissen nicht übertragbar.

Diese Baselbieter Gemeinden sind betroffen

Das grösste Übertragungsrisiko bei Hausgeflügel ist der direkte Kontakt zu wildlebenden Wasservögeln. Um ein Übergreifen der Seuche zu verhindern, werden die Uferstreifen um alle grossen Gewässer im Schweizer Mittelland ab Montag zu sogenannten Kontroll- und Beobachtungsgebieten. Dies im Abstand von ein- beziehungsweise drei Kilometer-Gebieten. In ersteren gelten besondere Vorschriften für die Fütterung und den Auslauf des Geflügels. Die Tiere dürfen nur noch unter Auflagen ins Freie. Zudem dürfen in diesen Zonen keine Geflügelmärkte oder -ausstellungen stattfinden. In den drei-Kilometer-Beobachtungsgebieten müssen Geflügelhalter ihre Tiere gut beobachten sowie Todesfälle aufzeichnen und Krankheitssymptome ihrem Tierarzt melden.

Im Baselbiet sind die Ufergebiete der entlang des Rheins liegenden Gemeinden Allschwil, Augst, Binningen, Birsfelden, Füllinsdorf, Giebenach, Münchenstein, Muttenz sowie Pratteln von den Massnahmen betroffen. Diese gelten bis mindestens Ende Januar 2022. Bereits im April wurden vorübergehende, präventive Massnahmen gegen die Vogelgrippe eingeführt.

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