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Baselbieter Team-Orientierungslauf: Befreiungsschlag folgt auf Drama

Nach der Absage im vergangenen Jahr wird der Baselbieter Team-Orientierungslauf am Sonntag durchgeführt.

Simon Tschopp
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Familienkategorien machen den Hauptharst aus.

Familienkategorien machen den Hauptharst aus.

Archivbild: Daniel Aenishänslin

Das letztjährige Drama wird sich heuer nicht wiederholen. Ende Oktober 2020 musste der Baselbieter Team-Orientierungslauf just zwei Tage vor seinem Austragungstermin abgesagt werden, weil sich die Coronasituation zugespitzt hatte. Diesmal sieht die Lage ungleich besser aus. Der 69. Baselbieter Team-OL im Laufgebiet Stürmenchopf mit Wettkampfzentrum in Laufen wird übermorgen Sonntag stattfinden. Christian Saladin, stellvertretender Leiter des Sportamts Baselland, das diesen Grossanlass jeweils organisiert, versichert:

«Es sollte keine Probleme geben.»

Schon im vergangenen Jahr war der «Stürmenchopf» als Wettkampfarena vorgesehen. Deshalb konnten die mit den Parcours für die 34 verschiedenen Kategorien vorgedruckten OL-Karten übernommen werden. Die Bahnleger hätten sich nochmals in die Wälder begeben, um sich zu vergewissern, dass sich nichts verändert habe – wie beispielsweise grössere Holzschläge, erklärt Saladin. Die Karten sind zwar mit dem letztjährigen Datum versehen, aber aus ökologischen Gründen hat sich das Sportamt gegen einen Neudruck entschieden. Einzig knapp 100 Exemplare mussten nachgedruckt werden, weil in ein paar Kategorien am Wettkampftag selber Nachmeldungen möglich sind.

Geringere Beteiligung wegen Corona

Mit rund 360 Teams werden am Sonntag ein bisschen weniger starten, als sich im Vorjahr angemeldet haben. Insgesamt dürften es um die 1000 Teilnehmende sein. Vergleicht man aber mit früheren Austragungen, so ist das Feld diesmal deutlich kleiner – um rund 100 Equipen. Christian Saladin führt diesen Einbruch auf Corona zurück und fügt an:

«Einen anderen Grund sehe ich nicht.»

Denn die Tendenz sei: Mehr Leute bewegten sich in der freien Natur und trieben Sport, auch seien mehr Laufschuhe verkauft worden.

Um von einer Zertifikatspflicht abzusehen, findet dieser Breitensportanlass ohne das übliche Rahmenprogramm statt. Den Aktiven wird keine warme Mahlzeit angeboten, auf eine Rangverkündigung wird verzichtet, auch Garderoben stehen nicht zur Verfügung. Saladin sagt:

«In Innenräumen gälte die Zertifikatspflicht. Das wollten wir nicht, weil viele Familien mitmachen.»

Einstiger OL-Star auf Postensuche

Mit Simone Niggli-Luder geht am Sonntag die bis heute erfolgreichste Schweizer Orientierungsläuferin auf Postenjagd, zusammen mit ihrem Mann Matthias. Im selben Team figuriert zudem Reto Flury, Geschäftsführer der EGK-Gesundheitskasse, deren Botschafterin Niggli-Luder ist. Von der Politprominenz laufen Regierungsrat Anton Lauber und Ständerätin Maya Graf mit.

Der «Stürmenchopf» ist für einen derartigen Breitensportanlass geradezu ideal. Mit seiner anspruchsvollen Topografie ist er für Eliteläufer genauso herausfordernd, wie er dank seines ausgedehnten Wegnetzes für Familien- und Sie+Er-Kategorien sowie für den Trail-O mit Menschen mit einer Beeinträchtigung geeignete Bahnen ermöglicht. Vor knapp zwei Jahren wurden in diesem Gebiet Weltcupläufe ausgetragen.

Nächstes Jahr Jubiläum auf der Sichtern

Der Baselbieter Team-OL findet bereits zum fünften Mal im Laufental statt, erstmals jedoch im Gebiet Stürmenchopf. Im kommenden Jahr steht das nächste Jubiläum an, die 70. Ausgabe – wie üblich auf der Sichtern ob Liestal. 2012 hatten die Organisatoren Wetterpech. Starker Schneefall setzte ein, Laub hing an den Bäumen, es drohten Astabbrüche. Deshalb musste der Anlass kurzerhand abgeblasen werden.

69. Baselbieter Team-Orientierungslauf vom Sonntag, 24. Oktober, im Laufgebiet Stürmenchopf bei Laufen.

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