Coronavirus

Basler Kantonsarzt Thomas Steffen: «Zweite Wellen sind zähe Angelegenheiten»

Kantonsarzt Basel-Stadt: "Zweite Wellen sind zähe Angelegenheiten"

Experten des Bundes informierten am Dienstag über die aktuelle Corona-Lage. Thomas Steffen, Kantonsarzt Basel-Stadt, registriert einen Stimmungswandel in der Bevölkerung. Es kämen vermehrt besorgte Anfragen. Es brauche Mut und Kraft, um diese zweite Welle gut zu überstehen.

In den letzten 14 Tagen war die Positivitätsrate durchschnittlich 14 Prozent. Das WHO gibt eine Positivitätsrate von 5 Prozent vor. Alles darüber deute auf eine hohe Dunkelziffer hin. Experten des Bundes äusserten sich heute in einer Pressekonferenz, die in den kommenden Wochen zweimal wöchentlich angesetzt wird.

An der heutigen Pressekonferenz nahmen teil: 

  • Marie-Gabrielle Ineichen-Fleisch, Staatssekretärin, Staatssekretariat für Wirtschaft (SECO)
  • Stefan Kuster, Leiter Übertragbare Krankheiten, Bundesamt für Gesundheit (BAG)
  • Thomas Steffen, Kantonsarzt Basel-Stadt, Vorstandsmitglied der Vereinigung der Kantonsärztinnen und Kantonsärzte
  • Andreas Stettbacher, Delegierter des Bundesrates für den Koordinierten Sanitätsdienst (KSD)
  • Christoph Hartmann, Direktor, Bundesamt für Zivildienst (ZIVI)
  • Christoph Flury, Vizedirektor, Bundesamt für Bevölkerungsschutz (BABS)
  • Mike Schüpbach, Stv. Sektionsleiter Rechtsbereich 2, Bundesamt für Gesundheit (BAG)

«Während in der Sommerzeit vor allem jüngere Personen betroffen waren, sehen wir in den letzten Wochen eine Veränderung», sagte Kuster. Alle Altersgruppen seien mittlerweile bezüglich bestätigten Fällen ähnlich stark vom Coronavirus betroffen.

Die Verteilung unter den Kantonen sei sehr unterschiedlich, sagte Kuster ausserdem. Alle Kantone lägen jedoch deutlich über der Risikogrenze von 60 Ansteckungen pro 100'000 Einwohner. 

Frustration ist gross

Thomas Steffen äusserte sich zur Situation: «Wir sind sehr beschäftigt mit Heimen, Schulen und Sportmannschaften. Das alles hat auch eine Bedeutung für die Stimmung in der Bevölkerung. Es ist sich ein Stimmungswandel am Vollziehen. Auch die Frustration ist gross. Ja man soll von einer zweiten Welle reden und, dass diese länger wird.  Aber irgendwann wird es Frühling, irgendwann hört auch dieser Tunnel auf.»

Diee Frage nach dem verbot von Grossveranstaltungen werde wird im Moment intensiv diskutiert, so Steffen. Hier müsse man die nächsten Tage abwarten.

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