Vorerst keine Verschärfungen

Beide Basel wollen im Kampf gegen das Coronavirus nicht weitergehen als der Bundesrat

Vorerst gibt es in den beiden Basel keine Verschärfungen.

Vorerst gibt es in den beiden Basel keine Verschärfungen.

Ab Donnerstag gelten schweizweit verschärfte Coronamassnahmen. Nachdem der Bundesrat gestern über die neuen Regeln informiert hatte, gab etwa der Kanton Bern bekannt, dass er weiter gehen will, als von der Landesregierung vorgeschrieben. Nicht so jedoch die beiden Basel.

Beide Regierungen teilten am Mittwochabend mit, dass sie vorerst die Linie des Bundesrates fahren. «Der Kanton Basel-Stadt sieht im Moment keine weitergehenden Massnahmen vor», schreibt die Gesundheitsdirektion auf Anfrage.

Auch Rolf Wirz von der Volkswirtschafts- und Gesundheitsdirektion Baselland (VGD) geht momentan nicht davon aus, dass der Kanton die Massnahmen von sich aus weiter verschärft. Die landesweiten Anpassungen erachtet das VGD als «angemessen» und «praktikabel». Auch die differenzierte Maskenpflicht im Freien sei in der aktuellen Situation sinnvoll.

Maske wird in der Basler Innenstadt zum Alltag

Eine Hygienemaske im Freien muss dort getragen werden, wo es viele Menschen gibt und die Distanz nicht eingehalten werden kann. Die Betroffenheit in den beiden Kantonen ist dementsprechend unterschiedlich. Während die Maske in der Basler Innenstadt wohl zum Daueraccessoire wird, dürfte man sich im ländlichen und weniger frequentierten Gebiet weitgehend maskenfrei bewegen können.

Mathias Böhm von Pro Innerstadt Basel ist froh, dass die Massnahmen auf unbestimmte Zeit beschlossen wurden. Das gebe den betroffenen Unternehmen eine gewisse Planungssicherheit. Zwar bedeute die verhängte Maskenpflicht im Freien eine starke Einschränkung, «aber wenn das die neue Normalität ist, kann man mit der Situation umgehen.»

Betroffene von den strengeren Massnahmen sind auch die Laienchöre

Diese dürfen nicht mehr singen. Dagegen wehrte sich der Verband Chorleitung Nordwestschweiz noch gestern Mittwoch in einer Medienmitteilung. Sie sind von der Wirksamkeit ihres Schutzkonzeptes überzeugt. Bis zur Aufhebung des Chorverbots fordern sie finanzielle Unterstützung von Bund und Kantonen.

Ob die Bewohner in Alters- und Pflegeheimen noch Besuche empfangen dürfen, entscheiden die Kantone. Laut Rolf Wirz vom VGD ist Stand heute kein Besuchsverbot vorgesehen. Es sei wichtig, die sozialen Kontakte der Bewohner aufrechtzuerhalten.

Meistgesehen

Artboard 1