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Busse für Boxer und badende Kinder – trotz Corona lockte Ostern die Basler nach draussen

Die Absperrgitter am Basler Rheinufer mussten nicht zum Einsatz kommen.

Die Absperrgitter am Basler Rheinufer mussten nicht zum Einsatz kommen.

Am Rheinufer, an der Birs oder auf dem Land: Die Sonne lockte an Ostern in der Region Basel viele nach draussen.

Sommerliche Temperaturen, Sonne und viel Freizeit: Die Menschen in der Region Basel liessen es sich am Osterwochenende nicht nehmen, einige Stunden draussen zu verbringen. Die Redaktorinnen und Redaktoren der bz beschreiben ihre Beobachtungen aus beiden Basel.

Vor Ostern war die Sorge bei den Behörden gross, dass sich die Einwohnerinnen und Einwohner von Basel etwa am Rheinufer oder in Pärken versammeln. Vorsichtshalber stellte die Polizei Absperrgitter auf. Sollten sich zu viele Menschen nicht an die Vorschriften halten, würde man verschärfte Massnahmen ergreifen, sagte Marco Greiner, Sprecher des kantonalen Krisenstabs, vor den Feiertagen zur bz.

Ein Blick eines bz-Redaktors zum Rheinufer zeigte: Die Absperrgitter standen zwar während des gesamten Wochenendes drohend neben den Verweilplätzen, eingesetzt werden mussten sie jedoch nicht. Am Ostersonntag sassen zwar einige Baslerinnen und Basler auf den Treppenstufen am Fluss, grosse Gruppen waren jedoch keine in Sicht. Die Leute hielten den Abstand ein. Dies galt ebenso für die Innenstadt.

Zwei Boxer kamen sich zu nahe

Im Schützenmattpark hingegen war kaum etwas von der Coronakrise zu spüren. Die Menschen nutzten die grosse Wiese für das Sonnenbaden oder betätigten sich sportlich. Gruppen mit mehr als fünf Personen gab es zwar kaum, dafür zwei Boxer, die gegeneinander trainierten und so den Abstand von zwei Metern zueinander nicht einhielten, erzählt ein bz-Redaktor. Prompt wurde eine Polizeipatrouille auf die beiden Sportler aufmerksam und büsste sie, da sie sich nicht an die Vorschriften hielten.

Sie gehören damit zu den 76 Personen, die seit Karfreitag von der Basler Polizei eine Ordnungsbusse erhielten. Diese Zahl vermeldet die Polizei am Ostermontagnachmittag. Dennoch seien die Feiertage aus polizeilicher Sicht entspannt über die Bühne gegangen. Baslerinnen und Basler hätten sich «in ihrer grossen Mehrheit auch über die Ostertage sehr gut an die Auflagen» gehalten, schreibt die Polizei in ihrer Mitteilung.

Während sich die Menschen im Stadtkanton mehrheitlich an die Coronaregeln hielten, gab es im Baselbiet doch einige Menschenansammlungen. So berichtet ein bz-Redaktor von einer «regelrechten Völkerwanderung», die er am Wochenende auf den Wegen zwischen Biel-Benken, Therwil und Witterswil beobachtet hatte. Ausserdem berichtet er, dass in Biel-Benken das beliebte Ausflugsziel Oserdenkmal seit einigen Tagen abgesperrt sei.

Oberbaselbieter hielten sich an die Vorschriften

Ähnlich wie das Rheinufer in Basel ist das Ufer der Birs im Baselbiet ein Hotspot. So auch in Reinach: Ein bz-Redaktor meint, das Gebiet bei der Reinacher Heide sei «die übliche Partymeile». Kinder planschen im Wasser, Pärchen sonnen sich auf ihren Badetüchern, Familien picknicken.

Besser an die Vorschriften hielten sich die Oberbaselbieter: «Auf dem Spaziergang in Wald und Flur rund um Ziefen habe ich nur sehr wenige Leute gesichtet», so ein bz-Redaktor. Die meisten seien alleine, zu zweit oder mit dem nötigen Abstand unterwegs gewesen.

Dennoch zieht die Baselbieter Polizei ein positives Fazit: «Es waren viele Leute unterwegs, etwa im Allschwiler Wald oder am Birsköpfli. Die meisten hielten sich aber an die Anordnungen», sagt Adrian Gaugler, Sprecher der Baselbieter Polizei, zur bz. Eine mittlere zweistellige Anzahl Personen sei für Zuwiderhandlungen gebüsst worden.

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