Basel

Dicke Luft im Bruderholzspital

Auch der ärztliche Leiter und Frauenklinik-Chef Siegfried Heinzl wirft das Handtuch.

Bruderholzspital

Auch der ärztliche Leiter und Frauenklinik-Chef Siegfried Heinzl wirft das Handtuch.

Die Rücktritte von zwei Chefärzten im Bruderholzspital sorgen für Wirbel. Die Führungsqualitäten von Spitaldirektor André Hug werden in Frage gestellt.

Beim Kantonsspital Bruderholz jagt derzeit eine schlechte Nachricht die andere. Erst im August hatte der Chirurgie-Chefarzt Igor Langer wegen Kompetenzstreitigkeiten um Handchirurgie, Traumatologie und Notfallstation sowie menschlichen Unverträglichkeiten zwischen ihm und Niklaus F. Friedlrich, Chefarzt der Orthopädie, die Kündigung eingereicht.

Nun wirft auch der ärztliche Leiter und Frauenklinik-Chef Siegfried Heinzl das Handtuch - zwei Jahre vor seiner Pensionierung. Grund für Heinzls Rücktritt ist der Wegzug der Intensivstation für Frühgeburten (Neonatologie) an den neuen Standort des Universitätskinderspitals beider Basel (UKBB) in Basel.

Der Chef der Frauenklinik hatte aufgrund der Zusicherung der Baselbieter Gesundheitsdirektion gehofft, dass «Frühchen», die nur eine Überwachung benötigen, weiterhin auf einer Überwachungsstation im Bruderholzspital bleiben dürfen, wie es in einem Bericht der Basler Zeitung heisst. Heinzl soll deswegen auch bei Gesundheitsdirektor Peter Zwick vorgesprochen und unter anderem «das Führungsproblem am Bruderholzspital» erwähnt haben.

Offen ist, ob Heinzl während dieses Gesprächs den Rücktritt von Spitaldirektor André Hug gefordert hat. Die Kontroversen am Bruderholzspital haben laut der Basler Zeitung Hug veranlasst, seinen Mitarbeitern den Austausch mit den Medien zu verbieten. (bz)

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