Ein Jahr nach Abstimmung
Basler Regierung will Kulturbudget schrittweise um rund 3 Millionen Franken erhöhen

Die Basler Stimmbevölkerung sagte vor einem Jahr Ja zur Trinkgeld-Initiative. Jetzt präsentiert die Regierung, wie die Vorlage konkret umgesetzt werden soll.

Silvana Schreier Jetzt kommentieren
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Symbolbild: Luca Linder

Mit der Trinkgeld-Initiative soll die Basler Jugendkultur gestärkt werden. So das Ziel der Initiantinnen und Initianten. Die Basler Stimmbevölkerung stimmte der Vorlage im November 2020 deutlich zu. Nach einem Jahr stellt die Basler Regierung nun einen Vorschlag vor, wie die Initiative umgesetzt werden kann.

Die Kulturausgaben sollen mit einer Übergangsfrist von drei Jahren schrittweise erhöht werden. Zum Schluss sollen mindestens fünf Prozent des Budgets in die Jugend- und Alternativkultur fliessen, teilt die Regierung am Donnerstagvormittag mit.

Clubs sollen Kulturbetriebe werden

132,7 Millionen Franken beträgt das Kulturbudget des Kantons Basel-Stadt. Fünf Prozent, die für die Jugend investiert werden sollen, wären somit 6,6 Millionen Franken – aktuell erhält die Alternativ- und Jugendkultur 3,5 Millionen Franken.

Zusätzliche Beiträge will der Kanton etwa in die Clubförderung stecken, denn eine solche gibt es aktuell gar nicht. Die Regierung schreibt: «Clubs sollen künftig vom Kanton als förderwürdige Kulturbetriebe anerkannt werden, damit sie unabhängig von kommerziellen Mechanismen ein anspruchsvolles Programm anbieten und faire Löhne zahlen können.» Das Förderinstrument heisst künftig «Try Out!».

In einem nächsten Schritt wird der Grosse Rat über den Vorschlag diskutieren. Sollte dieser zustimmen, muss die Regierung alle vier Jahre einen Bericht vorlegen, wie viele Fördermittel tatsächlich für die Jugend- und Alternativkultur eingesetzt wurden.

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