Gastronomie
Neues vom Hafenkran: Die Eröffnung des Lokals ist für Frühsommer geplant

An der Uferstrasse in Basel soll ein neues Lokal entstehen. Lange war unklar, ob das Projekt noch zu Stande kommt. Jetzt hat der verantwortliche Gastronom Simon Lutz die Baupläne eingereicht.

Helena Krauser
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Wenn die Pläne aufgehen, können die Gäste des Hafenkrans im Sommer auf der Plattform ihre Drinks geniessen.

Wenn die Pläne aufgehen, können die Gäste des Hafenkrans im Sommer auf der Plattform ihre Drinks geniessen.

Bild: Kenneth Nars

Das Kranlokal soll «Goliath» heissen und am Eingang des Hafenareals daran erinnern, dass hier einmal ein Industrieareal mit einem eigenen Hafen war.

Dass der Gastronom und Betreiber mehrerer Lokale, Simon Lutz, den alten Hafenkran in eine Sommerbar umbauen will, ist schon lange klar. Im Sommer 2017 wurde der Kran an die Uferstrasse transportiert. Seither verschob Lutz den Umbau und die Eröffnung aber immer wieder. Die Novartis schenkte den Kran dem Kanton Basel-Stadt. Da er aber auf dem Gelände der Schweizerischen Rheinhäfen steht, kam es immer wieder zu Verzögerungen bei der Erstellung der Verträge. Diese wiederum wirkten sich verlangsamend auf das Bauprojekt aus.

Der Hafenkran wird am Klybeckquai entladen
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Der Hafenkran wird am Klybeckquai entladen.
Der Hafenkran wird am Klybeckquai entladen.
Der Hafenkran wird am Klybeckquai entladen.
Der Hafenkran wird am Klybeckquai entladen.
Der Hafenkran wird am Klybeckquai entladen.
Der Hafenkran wird am Klybeckquai entladen.
Der Hafenkran wird am Klybeckquai entladen.

Der Hafenkran wird am Klybeckquai entladen

zvg

Zuletzt hatte Lutz zusammen mit dem Verein Netzwerk im August 2020 angekündigt, im darauffolgenden Herbst Freiluftpartys auf dem Areal um den Kran durchzuführen. So sollte die Möglichkeit geschaffen werden, mit einem ausführlichen Schutzkonzept trotz der Coronapandemie feiern zu können. Als die geplanten Termine näher rückten, war von Seiten der Veranstalter aber nichts mehr zu hören.

Barbetrieb und Museum

«Goliath» solle mit seiner ästhetischen Erscheinung und seinem Industriecharme ein ansprechender Ort der Begegnung werden, schreiben die Verantwortlichen in der Projektbeschreibung. Zusätzlich zu dem gastronomischen Angebot und dem symbolischen Erinnern an eine vergangene Zeit der Industrie will Lutz sogar ein kleines Museum errichten, das über die Geschichte des St.-Johann-Hafens und die Arbeit des Hafenkrans informiert.

Der gastronomische Betrieb werde in der ersten Phase relativ einfach und bescheiden sein, heisst es im Projektbeschrieb. Es wird kein Restaurant und daher auch keine eigene Küche geben. Angeboten werden hauptsächlich Getränke und Snacks. Ausserdem gibt es ein paar wenige Gerichte, aus der «Osteria Acqua», die vor Ort nur noch aufgewärmt werden müssen.

Das Kranlokal Goliath soll gemäss den Plänen aus einer Ausschanktheke auf der Plattform des Krans und einem Barcontainer unter dem Kran bestehen. Daher wird auf der Plattform ein neuer Holzboden verlegt, ausserdem sollen dort eine Spülmaschine und Kühlzeilen eingebaut werden. Die Gesamte Bewirtungsfläche auf dem Kran soll rund 68 Quadratmeter umfassen. Die maximale Belegung wird mit 100 Personen angegeben. Für den äussersten Teil der Plattform ist eine Absperrung inklusive Übersteigschutz geplant. In unmittelbarer Nähe zum Kran sollen ausserdem zwei Sanitärcontainer platziert werden.

Open-Air-Kino und private Veranstaltungen

Gemäss dem Projektbeschrieb werden auf dem Kran auch kulturelle Veranstaltungen stattfinden. So seien beispielsweise Open-Air-Kinovorstellungen, Lesungen, Stand-up-Comedy-Events und Flohmärkte geplant. Analog zu den anderen Bars und Restaurants an der Uferstrasse will Lutz das Hafenkran-Lokal in einer ersten Phase nur in den Sommermonaten öffnen. Dann soll der Betrieb von 14 Uhr bis Sonnenuntergang laufen. Bei schlechtem Wetter bleibt das Lokal geschlossen.

Die Verantwortlichen geben an, in Anbetracht der Coronapandemie nicht mit einer Eröffnung vor Ende Mai zu rechnen. Man hoffe auf die Möglichkeit eines «Soft Openings» Anfang Juni. Aufgrund der neusten Lockerungen des Bundesrats könnte der Betrieb des Lokals, das ohne Innenraum auskommt, allerdings schon jetzt möglich sein. Simon Lutz wollte sich am Mittwoch nicht zu dem Thema äussern. Er möchte erst dann Auskunft geben, wenn ein definitiver Eröffnungstermin feststeht, schreibt er auf Anfrage.