Ausschaffungsgefängnis

Rund 200 Demonstranten gegen Bässlergut auf der Strasse

Die Demonstranten liefen vom Claraplatz zum Gefängnis Bässlergut.

Die Demonstranten liefen vom Claraplatz zum Gefängnis Bässlergut.

Vor einigen Wochen ereignete sich im Ausschaffungsgefängnis Bässlergut in Basler ein Suizid. Gegen die Haftbedingungen demonstrierten am Samstag rund 200 Personen.

Kurz vor Jahreswechsel wurde ein Insasse im Gefängnis Bässlergut tot in seiner Zelle aufgefunden. Es handelte sich um einen Algerier, der im Ausschaffungstrakt des Gefängnis inhaftiert war. Der Todesfall wurde von den Behörden mitgeteilt. Daraufhin regte sich erneut Widerstand gegen die Haftbedingungen im Bässlergut.

Am Samstag gingen bei einer Kundgebung rund 200 Personen auf die Strasse. Sie wollten an den verstorbenen Mann erinnern und für verbesserte Haftbedingungen demonstrieren. Unter anderem fordern sie eine komplette Aufklärung des Todesfalls.

Verstorbener wurde in Algerien bestattet

Die Demonstration startete auf dem Claraplatz um 14 Uhr. Dort berichtete ein Mitglied des Organisationskommitee, dass mittlerweile die Familie des verstorbenen Algeriers habe gefunden werden können. Am Freitag sei der Leichnam zurück nach Algerien transportiert und dort bestattet worden.

Durch die Kundgebung war der Verkehr und der öffentliche Verkehr teilweise gestört. Die Demonstranten beendeten den Marsch beim Gefängnis Bässlergut.

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