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Orange Banner, Kirchenaustritte und die Frage nach der Mehrheitsreligion

Mit den Thementagen «Wie politisch soll/darf Religion sein?» will die Theologische ­Fakultät der Uni Basel Fragen nachgehen, die heute drängender sind denn je.

Stefan Strittmatter
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Wie gut passen Politik und Religion eigentlich zusammen?

Wie gut passen Politik und Religion eigentlich zusammen?

KEYSTONE/Peter Schneider

Im Abstimmungskampf um die Konzernverantwortungs-Initiative zeigte sich, dass das Verhältnis von Religion und Politik Fragen aufwirft: Zahlreiche Kirchgemeinden bezogen mit orangen Bannern Position, was unter anderem zu Kirchenaustritten geführt hat.

Mit den Thementagen «Wie politisch soll/darf Religion sein?» will die Theologische ­Fakultät der Uni Basel diesen Fragen nachgehen. Auch soll der politische Islam zur Sprache kommen, die Namensänderung der CVP zu Die Mitte sowie die Frage nach der Mehrheits­religion in der Schweiz.

Die nachlassende Kraft des kirchlichen Christentums

Dabei sollen vor allem Akteurinnen und Akteure im Vordergrund stehen, wie Georg Pfleiderer auf Anfrage mitteilt. Er stellt die Frage: «Wie gehen Menschen, die ein religiöses Amt bekleiden mit ihrer politischen Überzeugung um?» Der Theologieprofessor sieht einen «durch die nachlassende Kraft des kirchlichen Christentums bedingten Korrekturbedarf für die staatliche Religionspolitik, insbesondere Kirchenpolitik», wie er weiter sagt.

Auf der anderen Seite erkennt Pfleiderer für viele Christinnen und Christen «Nötigungen zum politischen Engagement aus dem Problemdruck grosser aktueller politischer Fragen mit hohem ethischem Potenzial». Hier führt der Theologe die Menschenrechts- und die Flüchtlingsproblematik, die globale Klimakrise sowie Sterbehilfe und Schwangerschaftsabbruch als Beispiele an.

Da die Veranstaltung die ­erlaubte Teilnehmerzahl bereits erreicht hat, ist eine Teilnahme nur noch per Zoom-Schaltung nach vorgängiger Anmeldung möglich. Diese ist kostenlos.

«Wie politisch soll/darf Religion sein?», 10. bis 12. Mai.
Per Zoom mit Anmeldung bis 8. Mai via: https://bit.ly/30BMDfb

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