Hauptsitz

Tiba heizt künftig in Liestal ein

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Tiba erstellt im Gewerbegebiet an der Hammerstrasse in Liestal ein neues Produktions- und Verwaltungsgebäude.

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Die 1848 gegründete Firma baut ihren neuen Hauptsitz im Kantonshauptort.

Jetzt ist klar, wohin das Traditionsunternehmen Tiba sein neues Domizil verlegt: nach Liestal ins Gebiet Weiermatt an der Hammerstrasse. Anfang Jahr liess Inhaber und Geschäftsführer Lukas Bühler verlauten, dass seine Firma Bubendorf verlassen, aber dem Baselbiet treu bleiben werde.

Auf einem Grundstück, das im Besitz des Kantons Baselland ist, entsteht in den kommenden zwölf Monaten auf einer Fläche von 6'000 Quadratmetern ein riesiger Bau für Produktion, Montage, Ausstellung und Büros. Das Gebäude wird gegen 15,5 Meter hoch. Bis Frühling 2021 will die Tiba ihren neuen Hauptsitz beziehen. Die Investitionen belaufen sich laut Bühler auf «unter zehn Millionen Franken». Spätestens Mitte 2021 muss der Betrieb sein jetziges Gelände in Bubendorf geräumt haben. Dieses hat er an die Bachem verkauft und ist jetzt noch Mieter.

Nach bloss siebenmonatiger Projektierungsphase erfolgte gestern in Liestal der Baustart. «Erstmals im Leben mache ich einen Spatenstich», erklärt Lukas Bühler und ergänzt, dass dies mehr als nur der Anfang eines neuen Gebäudes sei. «Es ist ein weiterer Wendepunkt in der inzwischen 172-jährigen Geschichte der Tiba.»

Was 1848 mit Reparaturen von Webstühlen in Titterten begonnen hatte, setzte sich Anfang des 20. Jahrhunderts mit der Produktion von Holzherden fort. Nach dem Zweiten Weltkrieg zog die Tiba nach Bubendorf und mauserte sich in der Sparte Strom-/Holz-Kombiherde innert kurzer Zeit zur nationalen Nummer 1. Heute sind alternative Heizsysteme das Steckenpferd des Unternehmens. Stets baute Tiba auf ihre Tradition, brachte neue Produkte auf den Markt und richtete sich damit nach den Bedürfnissen des jeweiligen Zeitgeists. «Die neue Strategie hat sich als richtiger Weg erwiesen», betont Bühler. Die 70 Jahre Bubendorf seien eine gute Zeit gewesen.

Die Firma beschäftigt heute schweizweit 100 Mitarbeitende, davon 70 in Bubendorf. In Liestal sollen neue Stellen geschaffen werden. Lukas Bühler spricht von einem «starken Hauptsitz mit zwei, drei Niederlassungen in der Schweiz».

Einst Industrie, heute Wohnüberbauungen

Den Bau realisiert die Totalunternehmerin Rytz aus Zunzgen. Involviert sind mehrere weitere regionale Firmen. Marco Rytz, Chef der Totalunternehmerin, stellt fest, dass in Liestal an Orten, wo früher Industrie- und Gewerbebetriebe existiert hätten, heute Wohnüberbauungen stünden oder noch errichtet würden. Positiv sei, dass in der Zonenplanung Landreserven für die Industrie berücksichtigt worden seien.

Der Neubau ist eine Beton- und Stahlkonstruktion. «Das ist eine wirtschaftliche Lösung», meint Architekt Dino Rytz. Eine kombinierte Heizung mit Wärmepumpe, Pellets und Solarpanels auf dem Dach wird in der kalten Jahreszeit für angenehme Temperaturen im Innern sorgen. Damit geht die Tiba mit gutem Beispiel voran. Alles andere hätte überrascht.

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