Vor- und Nachnamen
So heissen die Baslerinnen und Basler: Der Spitzenplatz ist seit Jahrzehnten fest vergeben

Auf der Website des Kantons kann man durch die Vor- und Nachnamen-Statistik der Stadt Basel scrollen. Auffällig ist dabei, wie wenig sich über Jahrzehnte verändert hat.

Lea Meister
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Von Maria bis Martin, von Müller bis Huber: Die Namen in der Stadt Basel scheinen sich im Grossen und Ganzen in den vergangenen Jahren nicht sehr stark verändert zu haben.

Von Maria bis Martin, von Müller bis Huber: Die Namen in der Stadt Basel scheinen sich im Grossen und Ganzen in den vergangenen Jahren nicht sehr stark verändert zu haben.

Oliver Menge Pressefotograf BR

Maria, Daniel, Peter, Thomas und Anna. Was klingt, wie eine gemütliche Lesegruppe in ihren Mittvierzigern, ist die Top 5 der Vornamen von rund 194'766 Baslerinnen und Baslern. Im Jahr 2020 hiessen 1676 Baslerinnen Maria und 1402 Basler Daniel. Auch die Namen Andreas, Michael und Martin haben es in die Top Ten geschafft. Wobei von «geschafft» zu reden, etwas übertrieben ist, denn die Statistik hat sich in den vergangenen Jahren kaum verändert. Daniel hat Peter überholt, was darauf schliessen lässt, dass einige Daniels zugezogen oder geboren sind. Im Jahr 2019 kamen in Basel-Stadt gemäss Bundesamt für Statistik immerhin drei Daniels zur Welt. Andreas’ und Martins haben 2019 keine das Licht der Welt erblickt, hierbei wird es sich also eher um Zuzüger handeln.

Klicken Sie sich hier durch die Basler Vornamen:

Der erste nicht typisch schweizerisch klingende Name folgt erst auf Rang 77: 372 Alis wohnen in Basel. Der immer wieder beliebte Name Lea liegt abgeschlagen auf Rang 103. In Basel wohnen fast gleich viele Mehmets wie Leas. 15 Prozent der Basler Bevölkerung taucht ausserdem namentlich gar nicht in der Statistik auf, sondern wird unter «Übrige» geführt, da deren Namen seltener als vier Mal vorkommen und somit zusammengezählt wurden. Die wohlklingendsten Namen findet man ganz am Ende der Tabelle: Jeweils vier Ursus', Vigans und Takakos leben in Basel.

Von Meyer bis Weber, von Fischer zu Huber

Die Marias und Daniels unserer Stadt haben selbstverständlich auch Nachnamen. Die Statistik zeigt: Die Chance, dass eine Maria Müller oder ein Daniel Meier in Basel herumläuft, ist gross. Auf Platz eins der Nachnamen steht seit zehn Jahren der Name Müller mit 1282 Einwohnern, die diesen Namen tragen.

Die Meiers sitzen den Müllern im Nacken, wenn auch nur symbolisch, denn nur 625 Personen heissen in Basel Meier. Ebenfalls hoch im Kurs sind die Schneiders und die Damen und Herren Schmid mit je 574 Einwohnern.

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Der Name Meyer taucht ebenfalls in der Top Ten auf und auch Keller, Weber, Fischer und Huber gehören zu den meistvertretenen Familiennamen. Auf dem 36. Rang steht der Name Sahin mit 198 Personen, die diesen tragen. Garcia, Rodriguez und Gashi sind hinter Sahin die am meisten vertretenen, nichtschweizerischen Nachnamen. Auch die Top Ten der Familiennamen hat sich seit 2011 kaum verändert. Einzig auf Platz 10 hat Huber den Namen Zimmermann überholt.

Maria hält sich wacker auf dem Thron

Die beliebtesten Mädchen- und Knabennamen der Schweiz im Jahr 2019.

Die beliebtesten Mädchen- und Knabennamen der Schweiz im Jahr 2019.

Bundesamt für Statistik

Bis die aktuell boomenden Namen die Statistik der Stadtbewohner erobern, könnte es noch Jahrzehnte dauern, wie ein Blick zurück zeigt. Maria, Peter und Anna standen bereits im Jahr 1991 in den Top Ten und Maria konnte ihre Goldmedaille bis heute, 30 Jahre später, verteidigen. Hans, ein beliebter Name im Jahr 1991, hielt sich immerhin noch bis 2009 in den Top Ten. Die Zeiten der Generationen Y und Z mit teilweise auch eher exotischen Namen werden kommen. Es wird aber noch ein ganzes Weilchen dauern, bis die Noahs, Matteos, Liams, Emmas und Mias von heute Peter und Co. den Rang abgelaufen haben.

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