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Wie geht es mit der Hauptpost weiter?

Hauptpost Basel

Hauptpost Basel

LDP-Grossrat Raoul Furlano fordert Antworten vom Basler Regierungsrat.

Gerade jetzt, wenn die Baslerinnen und Basler in der Coronakrise viel Zeit zu Hause verbringen, zeigt sich der Stellenwert der Schweizer Post. Hier eine wichtige Lieferung, da ein Paket voller Kleidungsstücke, dazwischen ein Gruss auf einer bunten Postkarte von den Freunden. Um aber etwas versenden zu können, braucht es Poststellen, wie die Hauptpost im Herzen Basels eine ist. Noch bis Ende 2021 bleibt sie erhalten.

Post will Mehrwert für Kundschaft

«Auch nach der ausserordentlichen Lage wird sich die postalische Belieferung von Privaten und Firmen auf einem höheren Niveau einpendeln als vor der Krise», schreibt LDP-Grossrat Raoul Furlano in seinem neusten Vorstoss. Die Interpellation dreht sich um den Erhalt der Hauptpost zwischen Barfüsser- und Marktplatz. Laut Furlano werden Postdienstleistungen an zentraler Lage eine höhere Nachfrage erleben – auch wenn eine Neuausrichtung der Post nötig zu sein scheint.

Mitte Mai kommunizierte die Post nämlich mit dem Slogan «Die Post von morgen» ihre Pläne. Filialen seien zentrale Pfeiler. Und das Unternehmen will ebendiese Orte für Dienstleistungsunternehmen öffnen. Behörden und Firmen könnten somit vom Netz der Post profitieren und darüber ihren Kundinnen und Kunden den physischen Kontakt ermöglichen. «Einen echten Mehrwert» verspricht sich die Post davon.
Bei Furlano rennt das Unternehmen damit offene Türen ein. Bereits im November 2017 reichte er einen Anzug ein, in dem er eben jene Lösung vorschlug. Die Hauptpost soll im Stadtzentrum erhalten bleiben und von verschiedenen Dienststellen genutzt werden können. Der Basler Regierungsrat äusserte sich in seiner Antwort von Dezember 2019 ablehnend.

Verwaltung könnte näher zu den Bürgern rücken

Nun, da die Post selbst eine ähnliche Idee wie Grossrat Furlano vorbringt, verlangt der Basler Politiker von der Regierung, die Idee erneut zu prüfen. Furlano schreibt in seinem Vorstoss: «Es wäre nach wie vor möglich, Dienststellen der Verwaltung in der Hauptpost zu platzieren.» Darunter stellt er sich etwa die Steuerverwaltung, das Einwohneramt, einen SBB-Schalter, eine BVB-Verkaufsstelle oder einen Schalter von Basel Tourismus vor. Dies könnte zu einer Erhöhung der Geschäftsaktivitäten in der Hauptpost führen und die Filiale erhalten. Furlano: «Die Verwaltung könnte eine stärkere Bürgernähe erreichen.»

Mit seiner Interpellation will der Grossrat wissen, ob die Regierung die Neuausrichtung der Post in diesem Sachverhalt unterstützt und ob man bereit wäre, Gespräche mit der Post zum Erhalt der Hauptpost aufzunehmen.

Der Vorstoss von Furlano wird voraussichtlich kommende Woche in der Grossratssitzung behandelt.

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