Um 07.30 Uhr war Start in Baden mit dem Car der Firma Twerenbold. 43 Wanderer freuten sich bei sommerlichen Temperaturen auf eine Wanderung in einem weniger bekannten Teil der Schweiz. Auf der Autobahn erreichten wir via Solothurn – Biel die Ortschaft Frinvillier – Orvin. Im Restaurant „Cheval Blanc“ wurden wir zum Kaffee erwartet. Weiter ging es nach Nods. Hier starteten wir die Wanderung durch lichten Wald und über Felder, die aber noch braun waren- hatten wir doch vor ein paar Tagen noch winterliche Temperaturen! Von den Narzissen, die normalerweise hier im April blühen sahen wir immerhin die Blütenblätter spriessen. Dafür erfreuten uns teilweise ganze Teppiche von Osterglocken. Schon bald erreichten wir die Schneegrenze. Dieses Gebiet ist bekannt als Langlauf – Paradies. Ab hier mussten wir durch Sulzschnee stapfen. Im Sommer ist hier ein grosser Seilpark im Betrieb und auf der Anhöhe ist eine Bison Ranch. Wegen Grasmangel konnten die Bison vorerst nur auf einer südlich gerichteten Weide bleiben. Schon von weitem sahen wir die imposanten Tiere. Es sind Wildtiere und müssen gut eingezäunt sein auf der Weide. Wir hatten den Höhepunkt erreicht und nach kurzer Rast ging es weiter hinunter nach Mét. de Prêles. Die einen auf der Strasse, die andern durch den Schnee. Im Restaurant „Le Grillon“ wurden wir zu einem feinen Mittagessen erwartet. Frisch gestärkt brachte uns der Chauffeur nach kurzer Fahrt zum Einstieg in die Taubenlochschlucht. Schon zur Zeit der Römer war diese Schlucht ein bedeutender Verkehrsweg. Nach neunjähriger Bauzeit, wurde hier 1859 eine neue Strasse von Biel nach Sonceboz eröffnet. Kernstück des Abschnitts in der Taubenlochschlucht war die “Tubelochbrügg“, eine einbogige Steinbrücke, welche damals viel Beachtung fand.1874 wurde der Abschnitt Biel – Tavannes der Jurabahn von Biel nach Basel in Betrieb genommen, welche die Taubenlochschlucht bis heute vorwiegend in zwei Tunnel durchfährt. Die verschiedenen Felsformationen sind sehr eindrücklich und der Wanderweg führt immer wieder über Brücken von einem Ufer zum andern, aber auch durch kurze Tunnels. Ein sehr abwechslungsreiches Erlebnis! Natürlich wird das Wasser vom Fluss „Schüss“ auch für Stromerzeugung genutzt. Es entstanden drei Kraftwerke wovon das Elektrizitätswerk Bözingen von BBC – Baden erstellt wurde. Es gehört heute zum Energie Service Biel. Am Ende der Schlucht wartete der Car auf uns und nach einem Trinkhalt im Lengnau führte uns der Chauffeur wieder sicher durch den Feierabendverkehr nach Baden zurück.

Martin Müller aus Baden