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Aargauer Zivilschützer für Einsatz im Wallis

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Die Zivilschutzorganisationen Baden Region und Wasserschloss stellen in der Region Naters unter anderem einen durch Unwetter zerstörten Wanderweg instand. Der Zivilschutzeinsatz jenseits der Kantonsgrenzen kommt bei allen Beteiligten gut an und soll der Beginn einer regelmässigen Zusammenarbeit sein.
Während einer Woche standen Ende Oktober 15 Zivilschützer aus der Region Baden im freiwilligen Einsatz in der Walliser Gemeinde Naters. Ziel des Einsatzes im Gebiet des Unesco Welterbes Jungfrau-Aletsch war das Beheben verschiedener Unwetterschäden an Landschaft und Wanderwegen. Daneben wollen die beiden Zivilschutzorganisationen Baden und Wasserschloss, die demnächst miteinander fusionieren sollen, mit ihrem ersten gemeinsamen Einsatz auch den Grundstein für eine regelmässige Kooperation mit der Zivilschutzorganisation Region Brig legen.

Ungewohnte Umgebung und Einsatzmöglichkeiten
Die Idee für den Einsatz kam den Aargauer Zivilschutzorganisationen bei der Planung der jährlichen Wiederholungskurse. «Vor der Fusion der Zivilschutzorganisationen Baden und Wasserschloss wollten wir uns gemeinsam mit neuen Ideen weiterentwickeln», sagt Alessandro Rüedi, der Kommandant der neu entstehenden ZSO. Um die Qualität der Ausbildung weiter zu verbessern und auch für etwas Abwechslung beim Arbeitsumfeld und bei der Art der Arbeiten zu sorgen, suchte das Kader also nach solchen neuen Ideen. Durch private Kontakte ins Wallis entstand schliesslich der Plan eines Einsatzes in der Region Naters.
Im Vergleich zum Aargau unterscheidet sich in der Walliser Gemeinde nicht nur das Gelände, sondern es finden sich auch ganz andere Einsatzmöglichkeiten. Hier gibt es viel häufiger Unwetterschäden an Landschaft und Infrastruktur. Für die Zivilschutz-Pioniere aus dem Mittelland eröffnen sich so ganz neue Szenarien für die Anwendung ihrer Fertigkeiten und die Verbesserung der Einsatzleistung. Entsprechend motiviert gingen die 15 Zivilschützer an die Arbeit.

Ein Erfolg für alle Beteiligten
Nicht nur der Zivilschutz aus der Region Baden profitiert von dem aussergewöhnlichen Einsatz. Auch die Gemeinde Naters ist froh über die Hilfe. «Der Aufwand für die Pflege unserer grossen Gemeindefläche mit den grossen Höhenunterschieden ist beträchtlich, wir sind also sehr dankbar für solche Unterstützung durch den Zivilschutz», sagt Franz-Stefan Meichtry, der Bauverwalter der Gemeinde.
Durch den Einsatz wurde zudem ein erster Kontakt zwischen den Zivilschutzorganisationen Region Brig und Baden hergestellt. Nach Absicht der Kommandanten der beiden Zivilschutzorganisationen soll aufgrund der guten Erfahrungen nun eine regelmässige Kooperation entstehen. Künftig könnte jedes Jahr ein Zug Zivilschützer aus der Region Baden für einen ordentlichen Wiederholungskurs eine Woche ins Oberwallis kommen. Die Bilanz dieses ersten Einsatzes der Aargauer Zivilschützer im Wallis fällt auf jeden Fall bei allen Beteiligten sehr positiv aus.

Hier standen die Aargauer Zivilschützer im Einsatz:
Zwischen den Gemeinden Naters und Bitsch verläuft über dem Kraftwerk Electra Massa ein Rundweg, dessen markanter Höhepunkt eine Hängebrücke rund 50 Meter über dem Fluss Massa ist. Der Rundweg war seit rund 20 Jahren kaum mehr begehbar. Umgestürzte Bäume versperrten die Strecke und an einigen Stellen zerstörten Hangrutsche die Wegführung. In knapp drei Tagen beseitigten die Aargauer Zivilschützer sämtliche Hindernisse und legten teilweise einen komplett neuen Weg im anspruchsvollen Gelände an. Der für das Gebiet zuständige Forstverwalter Christian Thelen zeigt sich bei der Besichtigung der Arbeit äusserst zufrieden mit der Leistung der 15 Männer aus dem Mittelland: «Wir freuen uns über diese wertvolle Hilfe des Zivilschutzes aus dem Aargau und hoffen, dass aus diesem neu entstandenen Kontakt eine regelmässige Zusammenarbeit entstehen wird.» Neben der Instandstellung des Wanderweges räumten die Zivilschützer auch eine steile Weide beim Dorf Blatten von durch Lawinen angespülten Steinen und Holz.

(Stefan Brand, Oberleutnant ZSO Baden Region)

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