ABB Pensionierte  Besichtigung der Kompo-Gasanlage Lenzburg

Die Anlage wurde 2004/2005 gebaut. Vorher wurde das Grünzeug während 20 Jahren kompostiert.

Ernst Müller,  Geschäftsleitung Häfeli AG Lenzburg, erklärte in groben Zügen wie die Anlage funktioniert.

700'000 kW/h werden im Jahr an die Stadt Lenzburg abgegeben. Das Gas welches im Fermenter produziert wird, treibt den Dieselmotor an, der mit einem Generator gekoppelt ist, der die genannte Strommenge liefert.

Pro Jahr werden 5'000 Tonnen Grüngut verarbeitet.

Auf dem Rundgang mit Betriebsleiter Peter Kissling erfahren wir dann detailliertere Angaben. Das Grüngut welches von den Landwirten angeliefert wird, wird ein paar Mal gekehrt und mit einer Spezialmaschine zerkleinert. Alsbald wird das zerkleinerte Grüngut pro Stunde ein m3 in den Fermenter gebracht. Diese Arbeit besorgt selbstverständlich ein Förderband. Im Fermenter herrscht eine Temperatur von 51 -54 Grad Celsius, was dann zur Gärung führt. Um die richtige Feuchtigkeit zu erhalten wird gesammeltes Regenwasser beigemischt. Der Fermenter hat einen Durchmesser von 4.5 Meter, eine Länge von 28 Meter, ein Fassungsvermögen von 330 m3 und ein Gesamtgewicht von 400 Tonnen. Die Lebensdauer beträgt 15 Jahre.

Die Rückstände die sich aus der Gärung ergeben können abgeholt werden:

Frischkompost 6 Monate alt ausgesiebt 0 bis 40 mm

Komposterde 1 Jahr alt ausgesiebt 0 bis 20 mm, in Säcken à 40 l

Hackholz als Deckmaterial, in Säcken à 40 l

Humus ab gedecktem Lager gesiebt 0 bis 40 mm

Humus ungesiebt direkt ab Baustelle

Anschliessend an die interessante Besichtigung der Kompo-Gasanlage, die uns den öko-Kreislauf des Grüngutes etwas näher brachte, trafen wir uns im Rest. Sonne in Niederlenz zum gemütlichen Abschluss.                                                      mp-Ki