Baden

Arbeitseinsatz für einen brandgeschädigten Bauern

megaphoneaus BadenBaden

Nach dem letztjährigen Arbeitseinsatz im Sertigtal entschied sich Kolping Baden für einen Einsatz in Habkern im Berner Oberland. In der letzten Aprilwoche halfen 13 Senioren aus der Region Baden/Brugg und Muri einer Bauernfamilie, der 2014 die Scheune abbrannte, beim Neubau. Mit diesem frühen Einsatztermin wird es möglich, das diesjährige Heu in die neue Scheune einzubringen.

Unter der Bauleitung des örtlichen  Zimmermanns arbeiteten auf der Baustelle die Aargauer zusammen mit den andern Handwerkern. Der Zimmermann stellte grosszügig den Vorarbeiter auf eigene Rechnung für diese Woche zur Verfügung. Ein schönes Zeichen von Solidarität!! Zum Glück war das Dach kurz vor der Ankunft der Gruppe fertig. So kam sie auch bei Schneefall und tiefen Temperaturen in der ersten Wochenhälfte gut voran. Stimmung und Motivation waren trotz den Wetterkapriolen ausgezeichnet. Die Gruppe wie auch die Handwerker  vor Ort schätzten die gute Zusammenarbeit. Unfälle und Krankheitsfälle gab es zum Glück keine.

Zweierteams der Gruppe erstellten den Belüftungsraum für das Heu, verkleideten die Kabine  des Heulüfters, richteten die Tränke für das Vieh ein, sicherten den Heuboden mit einem Geländer. Der Schreinermeister baute zwei Treppen, die zwei Elektriker waren zusammen mit dem Elektriker der Baustelle für die Beleuchtungseinrichtung besorgt. In der Zimmerei halfen zwei Teams  einen halben Tag beim Zuschneiden von Bauelementen und konnten so für sie Neues von der Zimmermannsarbeit erleben.

Die Bohlhütte des SAC Interlaken diente als Unterkunft. Der Vereinspräsident sorgte dort mit seiner Frau für reichhaltiges und schmackhaftes Essen. Da der Arbeitsplatz in der Nähe war, konnten sich die Teilnehmer beim Mittagessen hier wieder aufwärmen und sich etwas erholen.

Kolping Baden, die katholische Kirchgemeinde Baden und die Schweizer Berghilfe beteiligten sich an den Kosten. „bergversetzer“- Koordinationsstelle Arbeitseinsätze im Berggebiet in Brugg vermittelte und betreute den Einsatz.

Mit diesem Freiwilligeneinsatz können Baukosten eingespart und so die finanzielle Belastung merklich reduziert werden. Der Sohn, der nachfolgen will und der Vater haben mit diesem Neubau eine hoffnungsvolle Zukunft vor sich. Die Gruppe ist mit der geleisteten Arbeit zufrieden und freut sich, einer Bergbauernfamilie, die es nicht leicht hat, eine Last etwas kleiner gemacht zu haben.

WH

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