Unsere Ernährung heizt das Klima an. Darum regt die Ökumenische Kampagne zu einem nachhaltigeren Konsum an und hilft in Entwicklungsländern Familien, welche unter den Folgen des Klimawandels leiden. Die Pfarreien und Kirchgemeinden aus Baden unterstützen dieses Anliegen ganz konkret. Sie sammeln bis Ostern für ein Projekt von Fastenopfer in Madagaskar.

Die Ökumenische Kampagne lädt in den 40 Tagen vor Ostern ein, bei Ungerechtigkeiten genau hinzusehen und gemeinsam zu handeln. Unter dem Slogan «Weniger für uns. Genug für alle» rückt dieses Jahr der Klimawandel ins Zentrum der Aufmerksamkeit (siehe Kasten). Getragen wird sie auch von den Pfarreien und Kirchgemeinden aus Baden. Die katholische Pfarrei Baden-Ennetbaden, die reformierte Kirchgemeinde Baden, die evangelisch-methodistische Pfarrei Baden und die christkatholische Kirchgemeinde Baden-Brugg sammeln gemeinsam für ein Projekt von Fastenopfer in Madagaskar.

Aus eigener Kraft Ernährung und Einkommen verbessern
Madagaskar ist eine paradiesische Insel mit einer einzigartigen Tier- und Pflanzenwelt. Doch leben drei Viertel der Bevölkerung mit weniger als einem Dollar pro Tag. Die politische und wirtschaftliche Krise dauert an. 30 Prozent der Leute leiden unter Nahrungsmangel, besonders betroffen sind die Kinder. In dieser Situation unterstützt Fastenopfer die Menschen, sich selbst zu helfen.

Die Projekte von Fastenopfer wenden sich direkt an die arme Bevölkerung. Frauen und Männer schliessen sich zu Spargruppen zusammen: Sie legen regelmässig einen kleinen Beitrag in eine gemeinsame Kasse. So können sich die Gruppenmitglieder in Notlagen gegenseitig Geld ausleihen: für Nahrungsmittel, medizinische Behandlungen oder wenn zu Schulanfang alle Kinder gleichzeitig Schulmaterial brauchen. Damit vermeiden sie die Abhängigkeit von Wucherzinsen der Geldverleiher, welche bis 300 Prozent betragen. Mit Gemeinschaftsfeldern und gegenseitiger Hilfe bei den Feldarbeiten erhöhen die Gruppen ihr Einkommen.

In einem zweiten Schritt regt Fastenopfer Netzwerke von Spargruppen an, damit sie zusammen grössere Aufgaben angehen können: Sie reinigen nach der Regenzeit Transportwege und Brunnen oder organisieren Weiterbildungen zu neuen Anbaumethoden.

Fastenopfer sieht und handelt
Dieses Projekt ist beispielhaft, wie sich Fastenopfer für mehr Gerechtigkeit einsetzt. Das Hilfswerk orientiert sich an den Bedürfnissen der benachteiligten Menschen vor Ort und arbeitet mit lokalen Fachkräften. Die Arbeit von Fastenopfer wird erst durch Unterstützung wie jene aus Baden möglich. Fastenopfer-Direktor Patrick Renz sagt dazu: «Jede Spende ist ein Zeichen gelebter Solidarität. Dadurch erfahren die Menschen im Süden, die ihre Lebensbedingungen verbessern wollen, nicht Almosen sondern Unterstützung auf Augenhöhe – so bauen wir gemeinsam an einer gerechteren Welt.»

Ermöglichen auch Sie Frauen und Männern in Madagaskar eine lebenswerte Zukunft: Spenden Sie auf PC 60-19191-7

Weniger für uns. Genug für alle

Fastenopfer engagiert sich mit 461 Projekten in 14 Ländern für Menschen, die unter Hunger und Armut leiden. Sie sollen ein Leben in Würde führen. Im Vordergrund stehen dabei der Aufbau und die Stärkung von Gemeinschaften.

Nebst der Projektarbeit vor Ort setzt sich Fastenopfer in der Schweiz und weltweit für gerechte Strukturen in Wirtschaft und Politik ein. Seine Informationsarbeit regt an, sich mit den Lebensbedingungen benachteiligter Menschen auseinanderzusetzen.

Noch bis 5. April zeigt Fastenopfer zusammen mit Brot für alle und Partner sein mit der Ökumenischen Kampagne «Weniger für uns. Genug für alle», wie unser Fleischkonsum, der Klimawandel und der Hunger in Entwicklungsländern zusammenhängen. Unter den Folgen wie Überschwemmungen und ausbleibenden Niederschlägen leiden bereits heute Millionen von Kleinbauernfamilien im Süden.

www.fastenopfer.ch

www.sehen-und-handeln.ch

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