Kolping Region Baden organisiert jedes Jahr einen mehrtägigen gemeinnützigen Arbeitseinsatz. Der Aufruf richtet sich meist an Menschen in der zweiten Lebenshälfte mit Berufserfahrung. Um die Wirkung zu optimieren, werden in der Planungsphase Partner gesucht, welche solche Tätigkeiten in geeigneter Form unterstützen oder begleiten. Auf Anfrage hat die „Koordinationsstelle Arbeitseinsätze im Berggebiete" in Brugg ein Projekt im Urner Schächental empfohlen.
Unter der Projektverantwortung des „Lions Club, Altdorf", welcher anlässlich seines 50-Jahrjubiläums den Bau eines Laufstalles zu Gunsten einer Bergbauernfamilie plante, wurden Unterstützungsformen, wie Finanzierungsbeiträge, Arbeitseinsätze, Naturalleistungen, Dienstleistungen gesucht. Ziel war es, die Weiterführung des Bergbauernbetriebes für die Aufzucht, Mast und Milchwirtschaft zu sichern.
Kolping Baden hat sich bereit erklärt, dieses Projekt mit einem Arbeitseinsatz zu unterstützen. Mit einem Beitrag der kath. Kirchgemeinde Baden, der Coop Patenschaft für Berggebiete und Kolping eigenen finanziellen Mitteln konnte eine Gruppe von siebzehn Helferinnen und Helfern aus verschiedenen Berufsschichten und Regionen gefunden werden. Diese stellten sich für einen einwöchigen Freiwilligeneinsatz zur Verfügung.
Unter der fachmännischen Bauleitung einer einheimischen Holzbaufirma wurden in Kleingruppen am bereits aufgerichteten Scheunenbau Böden eingebaut, Aussen-verkleidungen angebracht, das Blechdach gesichert, Tragbalken für Zwischenböden gehievt und montiert und allgemeine Abschlussarbeiten ausgeführt.
Mit viel Enthusiasmus und Engagement wurden die Arbeiten mit Beachtung auf Arbeitssicherheit in Angriff genommen. Im Lagerhaus beim Hotel Posthaus in Urigen sorgten während der Einsatzdauer zwei Frauen für währschafte und wohlschmeckende Verpflegung. Ein kulturhistorischer Rundgang durch Altdorf unter kompetenter Führung am Mittwochnachmittag war eine Gelegenheit, den Hauptort des Kantons Uri vertiefter kennen zu lernen.
Obschon müde von der teilweise ungewohnten Tätigkeit, waren alle Beteiligten am Ende der Woche stolz und zufrieden. Die Bauernfamilie freute sich über das entstehende Werk, welches ihnen hilft, die Aufgaben für die weitere Existenz im anspruchsvollen und strengen Alltag zu bewältigen. Bruno Huber