Oberwil-Lieli

Besuch bei der Baustelle Bözbergtunnel

megaphoneLeserbeitrag aus Oberwil-LieliOberwil-Lieli

Wenn in Niederwil ein Menschen-Auflauf anzutreffen ist, dann hat es sicher mit dem verlockenden Angebot zu tun. Nein, keine MR-Reise oder Turnfest. Ja, auf diese Einladung haben sicher viele gewartet. Genau vierunddreissig (34) an der Zahl. Das wird in den Analen verewigt. So viele MRiegler starteten zur Fahrt und zur Besichtigung der SBB-Baustelle. Wissbegierig und Neugierig zu Beginn des Vortrages und vollbeladen von Informationen am Schluss der Besichtigung.

Die Führung begann mit einem Dia- und Filmvortrag, der von Rolf Kappeler, einem pensionierten Ingenieur, geleitet wurde. Seine Ausführungen, umfassten neben der hauptsächlichen Tätigkeit, auch die der Politik im In- und Ausland. Nah am Geschehen jetzt und früher, konnte er aus einem reichlichen Erfahrungsschatz, berichten. Wie ist das noch gewesen beim Bau verschiedener Tunnels wie Gotthard, Simplon, NEAT oder aus der neueren Zeit beim Gubrist.

Erfahrungen die der Vortragsleiter interessant und eben mit seinem Wortschatz hinüberbrachte. Verständlich fast in allen Dingen. Die Fragen aus unseren Reihen, liessen doch sicher einige Fragzeichen lösen, ebenso Aufklärung durch einen erfahrenden Fachmann. Während mehr als einer Stunde wurden wir über den Tunnelbau im Speziellen und den damit verbundenen technischen Anforderungen spannend orientiert.

Der Tunnelbau, zeigt sich bei jedem Projekt wieder mit neuen Anforderungen, wie beispielsweise dem Betonboden Schleifen, denen mit Erfahrung begegnet wird. Aus den Ausführungen konnte man die Begeisterung, die Begleiterscheinungen der Materie, Politik und Zwischenmenschlichkeit, heraushören. Und das meistens mit der angestrebten Lösung auch allen geholfen werden konnte.

Beispiele: Vorgaben Budget, die Ingenieurarbeiten, Beschaffung der Baustoffe, Logistik für die Installation vor und während des Baus. Man erfuhr über die Feinheiten von Einholen von Offerten und der politischen Befindlichkeiten. In solch einem Projekt kommen Dimensionen zum Tragen: wie finanzielle Mittelbeschaffung, politischer Weg der Baubewilligung bis zur Realisierung, die mit Umsicht zu Beziehungen und Ausführung, behandelt werden müssen.

Wichtige Elemente sind erwähnt worden wie: Sicherheit, Materialen, Grössenordnungen der Baumaschinen und Bauelemente und Zuallerletzt das Erfüllen der Zielvorgaben mit 4m-Tunnelhöhe und Termine. Die Ausserschweizerischen Verhältnisse sind da nicht zielfördernd. Eine Grössenordnung gab vor allem die Tunnelbohrmaschine/TBM. Ein hochtechnisiertes Ungetüm, das von einem Mann gesteuert wird, Natürlich mithilfe von eben so viel elektronischer Unterstützung. Genial um es einfach zu sagen.

Bei unserem Besuch, waren 10 Mann direkt mit dem Tunnelbau beschäftigt und ebenso viele Mitarbeitende, die rückwärtig die Instandhaltung gewährleisteten. Folgende Internetseite kann dem Wissbegierigen helfen, seine Infos zu ergänzen oder eben neugierig zu blättern. Ein Projekt, das den Vergleich mit dem Gotthardt-Basistunnel nicht scheuen muss, denn die Anforderungen geben auch hier den Fachleuten viel zum überlegen.

Der Nebenschauplatz, die Röschtifarm, war unser nächster Aufenthaltsort Gelegenheit um uns auszutauschen und dabei die goldgelbe Röschti zu verspeisen. Da gibt es Röschti für jeden Menschen auf dieser Welt, das lässt uns die Menuekarte glauben lassen, die in den bekanntesten Sprachen zur Verfügung steht. Also Chinesen müssen nicht Hungern nach ihrer weiten Herreise. Ausgeklungen haben wir diesen Abend im Kreuz bei Uschi, die hatte ihre helle Freude, wieder einmal eine sehr grosse Schar der MRiegler, begrüssen und bewirten zu können.

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