Unsere Mai-Naturwanderung stand unter dem Motto: „Sternenberg – Hörnli – Mühlrüti“, und so fand sich dann nach individueller Anreise mit den öV eine muntere Schar von 30 Personen beim Treffpunkt Gasthaus Sternen in Sternenberg zu Kaffee und Gipfeli ein. Ja, die Erinnerungen an den gleichnamigen Film (2004) waren sofort wieder präsent, und viel verändert hat sich hier wohl in der Zwischenzeit auch nicht. Unser Tagesziel war das Hörnli, das wir bis zur Mittagsrast erreichen wollten. Wir wollten nicht hetzen, aber auch nicht bummeln. Wandern soll vorwiegend Genuss sein, und so starteten wir unter der kundigen Führung von Albert Wickart gemächlich bergauf. Einen uns unbekannten Teil der Schweiz zu durchwandern, die Ruhe in dieser abwechslungsreichen Voralpengegend zu geniessen, die wunderschönen Mager- und Fettwiesen zu durchstreifen und dabei über alles von unserem kundigen Führer aufgeklärt zu werden, war Luxus pur. Kein Blüemli, kein Gräsli und weiter oben kein Gipfel des (zu erahnenden) Panoramas, die er nicht zu benennen und zu erklären wusste. Die Fotografierenden hatten auf jeden Fall reichlich zu tun, denn wir sahen zahlreiche seltene und auch geschützte Blumen und Pflanzen. Die Freude über den geschafften Aufstieg stand jedem ins Gesicht geschrieben, denn im Nachhinein durften wir uns eingestehen, dass es zum Teil sehr steil und schweisstreibend war und wir fast froh darüber waren, dass die Sonne nicht schien. Gewitter waren angesagt, doch liessen sich diese Zeit bis nach Einbruch der Dunkelheit. Dafür blies der Föhn zum Teil kräftig.

Der Abstieg nach Mosnang über die Hulftegg war teilweise ebenso steil wie der Aufstieg auf der anderen Seite in dieser Gegend, wo die Kantone ZH, SG und TG zusammentreffen und auch ein Zweig des Jakobwegs vom Bodensee via Hörnli, Rapperswil in die Innerschweiz führt.

Bereichert über diesen schönen Tag im Einklang mit der Natur traten wir unsere Heimreise an mit dem Postauto bis Wil und von dort mit der SBB. Weitere Informationen finden Sie auf unserer Webpage www.vfhk.ch.

 Die Verfasserin: Vrena Moritzi Schmid