Aedermannsdorf

Danke sagen für die reiche Ernte

megaphoneLeserbeitrag aus AedermannsdorfAedermannsdorf
Mitglieder der Trachtenvereinigung Thal trugen Gaben in Weidenkörben in die Kirche, links aussen Pfarrer Burkhard Müller-Ludwig und Pastoralraumleiterin Andrea Allemann. Bild von Rudolf Schnyder.

Erntedankfest in Aedermannsdorf

Mitglieder der Trachtenvereinigung Thal trugen Gaben in Weidenkörben in die Kirche, links aussen Pfarrer Burkhard Müller-Ludwig und Pastoralraumleiterin Andrea Allemann. Bild von Rudolf Schnyder.

Mit einem ökumenischen Gottesdienst feierten der Pastoralraum Dünnernthal und die Reformierte Kirchgemeinde Thal in Aedermannsdorf das Erntedankfest. Für einmal war die St.Josefs-Kirche in Aedermannsdorf vollbesetzt, wegen Corona mit Abständen zwischen den einzelnen Personen oder Personengruppen. Männer, Frauen und Kinder der Trachtenvereinigung Thal trugen in Weidenkörben Früchte, Obst, Gemüse, Getreide, Brote und Zöpfe zum mit Sonnenblumen geschmückten Altar. Begleitet wurden sie von den Klängen des Jodelliedes "Bärgmorgelied". Andrea Allemann, Leiterin des Pastoralraumes Dünnernthal (römisch-katholisch) und Pfarrer Burkhard Müller-Ludwig (evangelisch-reformiert) hiessen alle zum ökumenischen Gottesdienst, wo die Themen Wasser, Leben, Ernte und Dank im Mittelpunkt standen, willkommen. Das gemeinsam gesungene Lied  "Nun danket all und bringet Ehr", auf  der Orgel von Organist Simon Haefely begleitet, war sehr passend. Andrea Allemann segnete die vor den Altar hingelegten Feldfrüchte. Sie wies auf ein bei uns ertragreiches Jahr mit einer guten Ernte hin und bemerkte, es sei nicht selbstverständlich, dass sich alle Menschen satt essen können. Eine wichtige Voraussetzung dafür sei auch ein intakter Lebensraum. "Der Mensch sät und arbeitet, Gott lässt es wachsen", erwähnte Andrea Allemann. Pfarrer Burkhard Müller-Ludwig strich die Bedeutung des Wassers für das Leben von Menschen und auch Tieren heraus und wies auf die lauernden Gefahren wie Klimawandel, Gewässerverschmutzung oder Überschwemmungen hin. "Es tut der Sache gut, mit dem Kreislauf der Natur zu leben", meinte Pfarrer Burkhard Müller-Ludwig. Zwischen Besinnung, Kyrie, Psalm, Lesung, Gedanken, Tagesgebet, Vater unser, Schlussgebet und Segen sang der Jodlerclub Passwang Mümliswil (Leitung: Mischa Fluri) die Jodellieder "Bärgandacht", "Es chunnt wies mues", "Dr' Gfreerli" und "Waldverspräche" und es klang  harmonisch sehr rein. Die Trachtenleute Hans Probst und Heinz Ledermann trugen die Fürbitten vor. Die Türkollekte wird an das Allani Kinderhospiz in Bern überwiesen. Leider musste in diesem Corona-Jahr auf den üblichen Apéro im Anschluss an den Gottesdienst verzichtet werden, doch mit dem eindrücklich gestalteten Gottesdienst und den wunderschönen Jodelliedern kamen die Besucherinnen und Besucher des Gottesdienstes auch ohne Apéro zu einem geistigen Genuss.

Rudolf Schnyder

Meistgesehen

Artboard 1