Das Rahmenprogramm am Marché-Concours, die beliebte Veranstaltung rund um die Freiberger Pferde, durfte - anstelle eines Gastkantons – erstmals die Schweizerische Trachtenvereinigung gestalten. Vielfältig, farbenfroh und reich an Ideen repräsentierten sich die Trachtenleute aus der ganzen Schweiz den Pferdefreunden und dem zahlreich erschienenen Publikum. Trachten verbinden Stadt und Land, Talschaften und Berggebiete, bereichern die kulturell verschieden geprägten Regionen und beleben die Tradition wiederkehrender, friedlicher Volksfeste. Trachtenleute aus allen 26 Kantonen zum Teil aus den entferntesten Regionen zeigten dem begeisterten Publikum Tradition und Brauchtum sowie regionale Bräuche am sonntäglichen Festumzug. Die Aargauer Umzugsteilnehmenden präsentierten sich in den vier regional verschiedenen Trachten. Die Trachtenfrauen trugen zur Tracht passende Biedermeiersträusse und die Trachtenmänner zeigten vier grosse regionale Landschaftsbilder, die den Kanton Aargau auch als Tourismuskanton erschienen liessen.

Die Schweizerische Trachtenvereinigung scheute keine Mühe, sich am Marché Concours im besten Licht zu zeigen. In einem grossen Präsentationsstand erfuhren die Gäste viel Interessantes zur Geschichte der STV bestückt mit Fotos von einst bis jetzt, zu den Trachten und deren Ursprung, zum Volkslied und Volkstanz. Ein antik möbliertes «Stübli» bot Kurzweil beim Betrachten diverser Videos von Trachtenanlässen. Ein Trachtenquiz in digitaler Form durfte ebenfalls nicht fehlen. Drei engagierte Klöpplerinnen zeigten während den Öffnungszeiten ihr Handwerk und beantworteten die vielfältigen Fragen. Der absolute Renner war wohl die Backstube, wo von zwei jungen Damen in Stadtzürcher Werktagstrachten vor Ort «Bräzeli» gebacken wurden. Nebenan auf der Animationsbühne unterhielten diverse Trachtengruppen, Alphornbläser und Musikkapellen das Publikum mit Darbietungen. Das Projekt «tanzillus.ch» lud das Publikum zum Mittanzen von einfachen Tänzen ein.

Das Esplanadenprogramm in der grossen Arena war der absolute Höhepunkt und wurde drei Mal dargeboten. Die Idee Pferd, Reiter und Trachtenleute in geschickter Kombination zu vereinen, war sensationell verwirklicht. Die Kinder- und Jugendvolkstanzgruppe Sense/FR startete mit ihren Darbietungen, gefolgt von der Trachtengruppe Liestal mit dem Maibaumtanz zum Baselbieter Lied, der Trachtengruppe Küssnacht am Rigi/SZ mit dem «Muttelitanz» und der Trachtenvereinigung Appenzell/AR mit dem traditionellen «Mölirad». 26 Pferde mit Kantonswappen und deren Reiterinnen in den Werktagstrachten des jeweiligen Kantons umrahmten alle diese Darbietungen mit dazu passenden Figuren. Zum Schluss tanzten alle Mitwirkenden und die Pferdesportgruppe Lékipekine aus Tramelan in geschickter Kombination eine Quadrille, die Pferd und Kultur verbindet. Die dazu arrangierte Musik stammte aus der Feder von Ueli Moser und Johannes Schmid-Kunz, welcher auch für die Choreographie zeichnete. Dieses einmalige Erlebnis wird in die Geschichte der STV eingehen, war doch ein gemeinsames Proben im Vorfeld nie möglich.

Im Galaprogramm am Samstagabend dankte der Präsident der STV, Roland Meyer-Imboden, für die Einladung und unterstrich die Wichtigkeit der STV für das Volkskulturleben in der Schweiz. Mit Volkstanz, Alphorn, Volksliedern, Volksmusik und Trachtenshow traten weitere Mitwirkende aus allen Sprach- und Kulturregionen auf und bis zu später Stunde wurde weiter gefeiert.

An dieser Stelle danken wir den Verantwortlichen sowie allen Mitwirkenden herzlich für ihren unermüdlichen Einsatz:

Johannes Schmid-Kunz, Projektleiter
Thomas Bachmann, Kommunikation
Margrit Heim, Dekoration
Marlis Manser, Programm
Andrea Schmid, Präsentationsstand
Sepp von Flüe, Umzug

Redaktion Aargauer Trachtenfenster