Laufenburg

Der Waldlehrpfad im Laufenburger Wald erstrahlt in neuem Glanze

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Der Waldlehrpfad in der Gegend der Laufenburger Waldhütte Ebni ist vor rund fünfzig Jahren entstanden. Der Zahn der Zeit nagte auch an diesem Werk. So hat sich nun im Herbst/Winter letzten Jahres die Arbeitsgruppe «rund um sulz» unter der Leitung von Roland Keller der Auffrischung des Pfades angenommen.

Im Frühling 2020 war die Arbeit getan und der renovierte Waldlehrpfad hätte am 1. April eingeweiht werden sollen. Das Corona-Virus machte dem Vorhaben jedoch einen Strich durch die Rechnung. Am letzten Arbeitstag von «rund um sulz» vor der Sommerpause wurde jetzt auf kleinem Feuer die Würdigung des neu gestalteten Pfades nachgeholt.

Tatkräftige Unterstützung von Forst und Gewerbe

Edwin Rüede, Leiter der Arbeitsgruppe, hiess vor der Waldhütte Ebni seine Arbeitskollegen willkommen. Gleich drei Förster von Forst & Dienste Laufenburg-Gansingen begrüsste er: Den pensionierten Sebastian Meier und dessen Nachfolger Fredi Bühler und Andreas Bühler. Rüede dankte dem Forst für die stete Unterstützung und die hervorragende Zusammenarbeit. Wichtig für «rund um sulz» sei insbesondere auch die tatkräftige Unterstützung durch Mitglieder von Gewerbe Regio Laufenburg, dessen Vertreter ebenfalls anwesend waren.

Die Arbeitsgruppe «rund um sulz» trifft sich regelmässig an einem halben Tag pro Monat. Edwin Rüede dankte allen, die sich jeweils ganz selbstverständlich in diesen Dienst an der Öffentlichkeit stellen. «Unsere Arbeit ist ein wichtiger Beitrag an das gute Erscheinungsbild unserer Gemeinde.»

111 Texte verfasst

Nachdem Roland Keller kurz die Entstehungsgeschichte des Waldlehrpfades gestreift hatte, erläuterte er die getroffenen Massnahmen. Im Rahmen einer Bestandesaufnahme habe er festgestellt, dass die Beschilderung des Pfades etwas gar mager ist, waren doch die Pflanzen lediglich auf einem kleinen Metallschild mit ihren Namen beschriftet. Keller war es jedoch ein Anliegen, das Gewicht entlang des Waldlehrpfades auf den Wortteil «lehren» zu richten. Den Besucherinnen und Besuchern sollte die Möglichkeit geboten werden, etwas zu lernen. So verfasste er für sämtliche beschrifteten Bäume und Sträucher einen kurzen Text, in welchem nebst dem Namen einige interessante Hinweise auf die jeweiligen Pflanzen enthalten sind. Den Text übernahm er grösstenteils aus der seinerzeit für den Waldlehrpfad geschaffenen Broschüre. Nach der Verifizierung der Texte durch den pensionierten Förster Josef Binkert, erstellte er für jede Pflanze ein Schildchen im A5-Format. Zusammen mit dem Namensschild montierte er dieses auf einen Holzpfahl, der dann bei der betreffenden Pflanze eingesteckt wurde. Insgesamt habe man 111 Bäume und Sträucher beschriftet.

Roland Keller und Kurt Winter ersetzten die bisherigen metallenen Wegweiser zum Waldehrpfad durch hölzerne Schilder. Zwei Infotafeln orientieren über die Route des Waldlehrpfades. Eine Erneuerung erfuhr auch die Feuerstelle bei der Waldhütte und gleich daneben setzte man noch eine Fahnenstange. Augenfällig in der ganzen Waldregion Ebni waren schon bisher die zahlreichen Wegbeschriftungen. Hier wurden ebenfalls sämtliche hölzernen «Strassenschilder» einer Auffrischungskur unterzogen und neu verankert. Der bekannte Herzog-Stein, der umzukippen drohte, wurde aufgerichtet und vom pensionierten Maler in der Arbeitsgruppe ebenso aufgefrischt wie der nahe «Urlaubsstein» aus dem Zweiten Weltkrieg.

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