Es ist nicht einfach, eine Exkursion zu drei Schlossgärten zu beschreiben, wenn die Kalte Sophie ihr Zepter fest in die Hand nimmt und dazu auch noch Meister Regen aufbietet! Noch schwieriger wird es bei der ersten Etappe, dem Schloss Kastelen, wo die Gärten als solche nicht mehr genutzt werden, sich aber deren Bedeutung und die Ausmasse der drei Gartenterrassen in früheren Zeiten durch Abschreiten wohl noch nachvollziehen lassen. Unser Führer, Peter Paul Stöckli, Landschaftsarchitekt und Fachexperte für Gartendenkmalpflege, brachte es trotzdem fertig, die Anlage zu erklären, sodass mit etwas Vorstellungskraft die ehemalige Pracht zu erahnen ist.

Etwas einfacher beim zweiten Halt, auf Schloss Wildenstein, wo nach der Renovation des Schlosses auch die terrassenförmige Gartenanlage ebenfalls neu angelegt und bepflanzt wurde. Es lässt sich darin wunderbar spazieren, z.B. hinunter zur alten Baumgruppe der Rotbuchen am Fusse des Schlosses, die im Sommer den erwünschten Schatten spenden. Der charmante Schlossherr liess es sich nicht nehmen, die Teilnehmer der Vereinigung für Heimatkunde des Bezirks Baden (www.vfhk.ch), die in grosser Zahl dieser Exkursion folgten, über den Kauf, die Renovation und die noch geplanten Ausbauten und Aktivitäten bei einem gespendeten Apéro zu orientieren.

Bei den Gartenanlagen von Schloss Wildegg, die wohl den meisten schon bekannt waren, liessen sich deren prachtvolle Bedeutung und Ausmasse am besten nachvollziehen. Die von Herrn Stöckli gelieferten Informationen, aus den Aufzeichnungen von Sophie von Erlach, geborene Effinger, gaben Einblicke, wie sich die ganze Anlage im Laufe der Zeit verändert und erweitert hat. Ein kurzer Spaziergang entlang dem Rosengarten und der früheren Pappelallee zumWaldgrabder Gräfin Marie Louise St. Simon-Montléar und hinunter zum Gutshof rundete die informativ geführte Exkursion mit interessanten Ein- und Ausblicken bei einem Zvieri ab.

Verfasserin Vrena Moritzi Schmid, Remigen