Ein paar Kerndaten aus dem diesjährigen Jahreskonzerts der Harmoniemusikgesellschaft Fulenbach, die als älteste "Musig" im Kanton im kommenden Jahr ihren 200. Geburtstag feiert: Acht Titel aus einer breiten Genrepalette, fast 50 gut gelaunte Musikantinnen und Musikanten und ein ebenso stimmiges Publikum in einer gut gefüllten Turnhalle Salzmatt. Und als Sahnehäubchen gab‘s noch ein sehr gelungenes Solo des Euphonisten Manfred Haller obendrauf. Das ist die Mixtur eines erfolgreichen und launigen Musikabends. Wie hatte Dirigent Andreas Kamber am Vorabend des grossen Auftritts noch gemeint: "Morgen noch ein bisschen mehr Konzentration und alles wird sehr gut. Wir halten ein breites Spektrum bereit und haben gut gearbeitet. Ich freue mich." Recht sollte er behalten, der Mann aus Solothurn. 

Zur Ouvertüre gab‘s Stephan Jäggis "Burgfanfare", jeweils so etwas wie eine gern gehörte Hommage an den hiesigen Komponisten. Und dann folgte ein Feuerwerk der Stile: vom Musical über das sinfonischen Werk "Dragon Fight" bis hin zu Latino-Rhythmen und Filmepen. Alles geglückt; auch die überraschenden Showeinlagen Kambers, der immer wieder mal die Kluft wechselte und zu "Grease" in Lederjacke antrat oder im weissen Sakko, weissem Fedora und (fast) brennender Zigarre zu "Havana" schritt. Und selbst zum James Bond Medley zückte er noch den Spielzeugrevolver, aus dessen Lauf eine Fahne schoss mit dem Ausruf: Päng!

Man war zufrieden am Samstagabend in der Turnhalle Salzmatt, die Musikwelt im Lot – sozusagen. Nach über 50-jähriger Tätigkeit als Musikant wurde Max Aerni als Aktivmitglied im Register der Posaunen verabschiedet. "Wenn ihr mich braucht: ich bin ja immer noch da. Und selbst einen Nagel könnte ich noch einschlagen", rief er der "Musig" zu. 

Mit dem Bundesrat Gnägi-Marsch und dem obligaten "Alten Fulenbacher" verabschiedete die Harmoniemusikgesellschaft Fulenbach ihre Gäste in die Nacht, an die Bar oder in die Beiz zu Bratwurst und Pommes.

mgt