Der Titel macht gwundrig: was ist wohl unter "Perlen" zu verstehen? Die Reise entpuppte sich dann als ein Aneinanderreihen von Besichtigungen von Parkanlagen, Herrschaftshäusern und kulturellen Sehenswürdigkeiten. Inspiriert durch Reportagen aus der Zeitschrift „Herbarella“ hat Lotti Heller, Vorstandsmitglied der vfhk.ch eine Reise zusammengestellt, die den Teilnehmenden Zugang zu Raritäten bot, die wohl vom Einzelnen sonst unentdeckt geblieben wären.

Nicht unerwähnt darf bleibe, wie herzlich wir überall willkommen geheissen wurden, wie gerne man uns durch die Paläste führte und mit Stolz deren Geschichte näher brachte und uns durch die Gärten wandeln liess.

Kein einziger der fünf prachtvollen Gärten war von aussen zu erahnen. Jedes Mal versetzten die gepflegten Anlagen die Besucher ins Staunen ob ihrer Grösse und Vielfalt. Waren es nun die uralten botanisch interessanten Bäume der Villa Pizzo am Comersee, die ausserordentliche Blumenpracht des erst seit rund 70 Jahren anstelle von Reben kultivierten und heute von einem Ärzteehepaar gepflegten Raritäten-Gartens der Casa Biasi, sei es der auf vier Terrassen angelegte Garten des heute noch bewohnten Schlosses auf der Isola del Garda. Wunderbar der Blick beim Apéro von der Terrasse und die melancholisch stimmige Aussicht über den See, die sich im Dunst verlor. Wohltuend auch die Gärten der Villa Rizzardi in Pojega di Negrar. Auch eine Fahrt mit der Seilbahn auf den Monte Baldo hatte im Programm Platz, ist dieser doch als Botanischer Garten Europas bekannt.

Natürlich war auch eine geführte Besichtigung eines Weingutes angesagt. Grosszügig anschliessend die Degustation des Soave, Ripasso und Amarone zusammen mit wunderbarem Käse, Salami, Schinken und Olivenöl. Wir haben uns in der Tenuta di Arbizzano di Negrar gefühlt wie im Schlaraffenland!

Die Kultur kam auch nicht zu kurz. Wir durften Como und Bergamo mit versierten Führerinnen näher kennenlernen und manche Kleinode entdecken. Auch Zeit zum Flanieren und Einkaufen blieb, ist doch das Angebot an kulinarischen Köstlichkeiten, Boutiquen oder Seidenfoulards der Seidenmetropole Como zu verlockend.

Herzlichen Dank an Lotti Heller, die keinen Aufwand gescheut hat, ihren Gästen nur das Beste zu bieten wie auch an den Chauffeur von Eurobus, der jede noch so brenzlige Situationen mit Bravour meisterte.

Ciao bella Italia, torneremo sicuramente!

Berichterstatterin Vrena Moritzi Schmid