Über hundertfünfzig Bezirksschülerinnen und Bezirksschüler durften am vergangenen Dienstag stolz ihre Zeugnisse entgegennehmen, auf die sie lange und meist erfolgreich hingearbeitet hatten. Neben den Abschlussklassen fanden sich an diesem Hitzetag auch viele Eltern, Geschwister, Bekannte und Lehrpersonen im Hof der Burghalde zur stimmungsvollen Feier unter lila Sonnenschirmen ein.

Die neue Schulleiterin Renate Hoffmann begrüsste die Anwesenden und gratulierte den Viertklässern und ihren Lehrpersonen zum guten Resultat. Ein besonderer Dank ging mit einem Augenzwinkern an die Eltern, welche mit dem heutigen Tag eine hohe Hürde übersprungen und die Pubertät ihres Kindes schon fast gänzlich überstanden haben. Dabei stand ihnen wohl kein „PÜK", kein „Pubertäts-Überlebenskoffer" zur Verfügung, wie er im Kanton Zürich an Erziehungskursen abgegeben wird. Hierbei durften die Zuhörer mit der Rednerin darüber rätseln, was in diesem Wunderbehälter Nützliches verstaut ist: Vielleicht ein Kompass, ein Feldstecher, Stärkungsmittel oder gar Notfallnummern?
Schlussendlich ist es doch mit der Pubertät so wie mit der Schulzeit: Im Nachhinein lacht man über so manche Episode, die einen im Moment des Durchlebens noch so richtig forderte. Die schönen und lustigen Momente bleiben in Erinnerung, während die Mühe und der Frust schon bald in den Hintergrund rücken.

Von den 156 Schülerinnen und Schülern, welche dieses Jahr an der Bezirksschule die Abschlussprüfung absolviert haben, treten 98 in eine Kantonsschule, WMS oder FMS ein, das sind 63 Prozent. 40 Absolventen machen eine Lehre, davon 18 mit Berufsmaturität. Unter den zukünftigen Lehrlingen gibt es Kaufleute, Bauzeichner, Fachangestellte für Gesundheit, Elektroniker, Polymechanikerinnen sowie je eine Informatikerin, einen Geomatiker, einen Heizungsinstallateur, eine Konstrukteurin, eine Autoelektronikerin, eine Coiffeuse und eine Laborantin.

Rückblickend sei die vierjährige Entwicklungs- und Metamorphosezeit an der Bez für sie als Angehörige der Spezies „Bezirksschüler" eine schöne Zeit gewesen, meinten Ruben, Lorena, Debbie und Marc, welche die Schülerrede in Form eines äusserst unterhaltsamen Biologievortrages hielten. Das Leben im „Rudel" brauchte zwar Anpassungsfähigkeit, es bot aber auch in gewissen Situationen Schutz vor den „Alphatieren" und „Rudelältesten", den Lehrern, die aber schlussendlich doch dazu beigetragen haben, dass man sich jetzt, durch viel Fachwissen und Selbstvertrauen gestärkt, in den „Dschungel des Lebens" hinauswage.

Musikalisch umrahmt wurde die Feier von Schülerdarbietungen, dem Ensemble der Bezirksschule Baden und dem Lehrerchor, der mit dem Lied „Globetrotter" von Züri West die Schüler endgültig zum vorbereiteten Apéro und ins neue Leben ziehen liess. (Zi)