Das Blasorchester Baden Wettingen unter der Leitung von Christian Noth konzertierte am Samstag, 21. und Sonntag, 22. Mai 2016 im Tägerhard Wettingen und im Kurtheater Baden zum Thema „Paris mon Amour“. Das vielseitige Programm begeisterte das Publikum, das trotz schönstem Frühlingswetter ins Konzertlokal strömte. Die Ansagerin Nadine Garnitschnig vermochte wieder tolle Einblicke zum Konzert zu geben.

Mit „La Péri Fanfare“ von Paul Dukas begrüssten die Blechbläser mit grossem Engagement und einem gelungenen Zusammenspiel die Gäste. Das gesamte Orchester kam dann mit dem Werk „Scenes from the Louvre“ erstmals zur Geltung. Verschiedene Museums-Orte des Louvres - beschrieben im Renaissance-Stil - waren musikalisch äusserst präzise wiedergegeben.

Die Aargauer Flötistin Caroline Werba-Spicher gab dem BBW die Ehre und spielte das fantastische Querflötenkonzert „Concertino for Flute“ für Querflöte und Orchester der französischen Komponistin Cécile Chaminade – ein hochanspruchsvolles virtuoses Werk aus dem Jahr 1902. Werba-Spicher überzeugte mit ihrem sympathischen und souveränen Auftritt und begeisterte die Zuschauer mit ihrem grossartigen Können. Das absolute Highlight des Abends!

Im Werk „Orient & Occident„ von Camille Saint-Saëns wurde das Morgen- und Abendland mit gegensätzlichen Melodien vorgestellt. Dem Blasorchester gelang es, wie vom Komponist vorgesehen, die Stellen virtuos, filigran, aber auch festlich zu präsentieren. Als krönender und zackiger Abschluss des ersten Konzertteils spielte das BBW den wunderbar arrangierten Konzertmarsch „Marche de Paris“.

Der zweite Konzertteil wurde mit dem Werk „Les Misérables“ von Claude Michel Schönberg eröffnet. Eine Geschichte über Leben, Armut, Leidenschaft und Tod. Die weltbekannten Lieder aus diesem Musical wurden vom BBW mit grosser Anmut vorgetragen.

Das witzig-schräge Werk „An American in Paris“ von George Gershwin beschreibt die Eindrücke eines Amerikaners in der französischen Hauptstadt mit Hupen, wirrem Strassenverkehr, Gässchen und Flirtszenen. Das fast 15 minütige Werk mit vielen Tempi- und Tonartenwechseln erforderte vom Orchester eine ausserordentliche Konzentration. Zum Abschluss animierte die ehrgeizige Landratte Remy aus dem Film „Ratatouille“ und die rasante Filmmusik von Michael Giacchino das BBW zur Höchstleistung.

Die Zugaben „Milord“ - damals bekannt geworden durch Edith Piaf - sowie das Arrangement „Ganz Paris träumt von der Liebe“ von Christoph Walther schmückten den Abschluss des Konzertes und liessen noch manch einen von Paris träumen.