In Biel war der Start der August-Exkursion der Vereinigung für Heimatkunde des Bezirks Baden (www.vfhk.ch) ins bernische Aare-Mittelland. Richtig gekannt haben die Teilnehmer der Exkursion die grösste zweisprachige Stadt der Schweiz nicht und waren ob des ländlichen Charmes der Altstadt mehr als erstaunt. Ein gemütlicher Spaziergang durch das knapp 200 Meter lange Städtchen mit seinen schönen Häusern, Plätzen und Brunnen bis zur spätgotischen Stadtkirche tat nach der Carfahrt gut. Über den Wochenmarkt zu schlendern und dabei noch in den Genuss einer Besichtigung des frisch renovierten Stadttheaters (im ehemaligen Zeughaus) zu kommen, war mehr als interessant.

Auf dem weiteren Weg nach Büren an der Aare lohnten sich der Stopp und die Besichtigung beim Klösterchen Gottstatt in Orpunt.

Vor dem Mittagessen reichte die Zeit noch, durch die Hauptgasse bis zum Schloss, dem heutigen Amtshaus, von Büren an der Aare zu spazieren und die schönen Häuser und vor allem die markanten Dachstöcke zu bestaunen.

Das reich verzierte Kirchenschiff und die wunderbare Holzdecke mit Flachschnitzereien der Stadtkirche beeindruckten wie auch die Säulenkapitelle in romanischem Stil.

Verdient der Rast im Gasthof an der Holzbrücke, dem Wahrzeichen Bürens, mit den beschaulich dahingleitenden Booten Richtung Bielersee.

Die Mauritiuskirche, ein Kleinod auf der Weiterfahrt, beindruckte in Rüti bei Büren mit ihrer für eine Landkirche einmaligen gotischen Ausmalung.

In Wangen an der Aare mit seinem quadratischen Grundriss von gut 100 Metern Länge und neben der Hauptgasse einer parallelen Nebengasse, der gedeckten Holzbrücke, dem Zeitglockenturm und dem Schloss überraschte uns Christof Neumann mit der Besichtigung einer wunderbaren gotischen Stube im Amtshaus.

Unser letztes Augenmerk galt Wiedlisbach mit seinem gut erhaltenen mittelalterlichen Ortskern, wofür die Gemeinde u.a. 1974 mit dem Henri-Louis-Wakker-Preis ausgezeichnet wurde. Vor allem aber überraschte die St. Katharinenkapelle im historischen Hinterstädtli mit dem vollständig bemalten Innenraum aus dem 15. Jahrhundert, der kürzlich restauriert wurde.

Unserem Leiter und Organisator Christof Neumann gebührt ein grosses Kompliment für seine immense Vorarbeit und für das Auffinden von sehens- und wissenswertem Unbekannten in der Region Oberaargau und Jurasüdfuss.

Die Berichterstatterin: Vrena Moritzi Schmid