Frühlingsausfahrt mit Aareschifffahrt von Solothurn nach Biel, Magglingen und Gänsbrunnen

Bei nicht gerade frühlingshafter Witterung machten sich 61 gutgelaunte Mitglieder der Vereinigung Pensionierter ABB, ab den Einsteigeorten mit einem Doppeldecker auf den Weg nach Solothurn zur Schiffsländte. Der Himmel war stark bedeckt und die ersten Regentropfen liessen nicht lange auf sich warten.

Da der Verkehr zügig lief, waren wir sehr zeitig am Einsteigeort und mussten noch etwas warten bis das Schiff parat gemacht war. Pünktlich fuhr das Schiff um 9.10 Uhr ab, während unser Chauffeur Bruno Mattle den Car zu unserem Aussteigeort nach Biel steuerte.

Das Servierpersonal brachte uns sogleich Kaffee, Tee und die obligaten Gipfeli.

An den Fenstern glitt die in frisches Grün getauchte Aarelandschaft und im Hintergrund die Anhöhen des Jura vorbei. Eine Erholung für Auge und Gemüt. Auch Wasservögel konnten wir beobachten, wie z.B. einen brütenden Schwan. Dass wir in Altreu auch Weissstörche sahen, war kein Zufall, ist doch dort eine Storchensiedlung mit inzwischen über 30 Nestern angesiedelt.

Wir unterfuhren zahlreiche Brücken, z.T. sehr moderne Konstruktionen, aber auch unter die alte Holzbrücke von Büren a./ Aare, welche wir an der Oktoberwanderung 2013 noch zu Fuss überquerten.

An den Schiffsländten von Altreu, Grenchen, Büren, Brügg, Port und Nidau wurde jeweils angelegt, wo noch einzelne Passagiere zustiegen, bevor wir in Biel, an unserer Endstation anlegten.

Zwischen Brügg und Port befindet sich das Regulierwehr Port, in dem wir geschleust wurden. Ein interessanter Vorgang, den viele von uns von der Reling aus beobachteten. Es hat 4 Funktionen:

  • Es ist das Kernstück der Juragewässerkorrektion, denn durch dieses Regulierwehr werden die Wasserstände aller drei Jurarandseen beeinflusst – und damit auch der Aareabfluss.
  • Es umfasst auch eine Schiffsschleuse für die Aareschifffahrt, und es trägt die Strassenverbindung zwischen Brügg und Port.
  • Das beim Regulierwehr vorhandene Gefälle im Wasserlauf des Nidau-Büren-Kanals wird seit 1995 zur Stromproduktion genutzt.

Nach der 2 ¾ stündigen gemütlichen Schifffahrt kamen wir an der Schiffländte von Biel an und gingen dort von Bord. Bei Regen eilten wir zu unserem Car, der uns hinauf nach Magglingen zum BASPO (Bundesamt für Sport) brachte. Herr Willi Kaufmann, Sportlehrer, wartete bereits auf der Strasse und wies uns in den Parkraum vor dem Hauptgebäude der Fachschule ein.

In der Aula der Fachschule hörten wir den Ausführungen von W. Kaufmann über das BASPO zu. Mit seinem gestenreichen Vortrag und träfen Worten zog er seine Zuhörer in seinen Bann. So erfuhren wir einige Meilensteine aus der Geschichte des BASPO, z.B. Gründung 1944, 1999 Eingliederung ins VBS, usw. Als nächstes über die Aufgaben des BASPO, welche sich in die 3 Bereiche: Amt, Hochschule und Ausbildungs- und Kurszentrum aufteilen. Ebenso erhielten wir Einblick über die Anzahl der Sportanlagen, z.B. 9 Sporthallen, 7 Fussballfelder, 5 Beachvolley-Felder, usw. Auch erhielten wir kompetente Antworten auf unsere Fragen. Mit Applaus und einem kleinen „Dankeschön“ verabschiedeten wir uns.

Zu Fuss ging es zum Swiss Olympic House, wo unser Mittagessen eingenommen wurde. Wir konnten uns ab Buffet, das uns zusagende Menü holen, wie auch zum Schluss das Dessert. Hier hatten wir genügend Zeit, uns mit unseren Vereinsmitgliedern zu unterhalten und nebenher den Wein aus den bevorzugten Lagen des Bieler See zu geniessen.

So verrann die Zeit sehr schnell und das nächste Etappenziel wartete auf uns. Unsere Fahrt ging weiter durch den Jura über Moutier nach Gänsbrunnen SO zum Zvierihalt im Hotel St. Joseph. In der Gaststube hatten wir reichlich Platz und konnten hier unser Getränk und etwas zwischen die Zähne zu uns nehmen. Für unseren Präsidenten, der an diesem Tag Geburtstag hatte, wurde das „Happy Birthday“ laut und herzhaft gesungen. Auch ein kleines „Bhaltis“ wurde übergeben.

Via Balsthal, Oensingen und der A1 erreichten wir pünktlich und bei Sonnenschein unsere Einsteigeorte. So konnten wir doch noch eine Spur von Frühling spüren.

Ein herzlicher Dank geht an alle Reiseteilnehmer für die gute Stimmung und Pünktlichkeit, ebenso an unseren Chauffeur, der uns gut vorbereitet, sicher und wohlbehalten zurückbrachte. hsch