Frühlingsausfahrt der ABB Pensionierten zur Chocolat Cailler in Broc, nach Gruyères und über den Jaunpass

Nicht gerade frühlingshaft war die Wetterprognose für diesen Ausflug. Trotz der sehr frühen Abfahrt um 6.30 Uhr am ABB Haupteingang Baden, liess 48 Pensionierte nicht davon abhalten diese Ausfahrt anzutreten. Unser Chauffeur Wilfried Martin begrüsste uns herzlich und machte uns auf die Gurtentragepflicht aufmerksam. Erfreut zeigte sich unsere Reiseleiterin Ursi Egli über die grosse Anzahl Mitreisender. Zügig aber nicht staufrei erreichten wir das Autobahn Restaurant Grauholz und nahmen dort den Kaffe mit Gipfeli ein. Die Weiterfahrt sollte uns zu unserem nächsten Ziel, die Chocolat Cailler nach Broc führen. Genau zur vereinbarten Zeit waren wir vor Ort, bis die Türe um 10.00 Uhr geöffnet wurde. Aufgeteilt in 3 Gruppen starteten wir die Besichtigung. Auf einem spannenden und originellen Parcours konnten wir Interessantes über den Grundstoff der Schokolade, den Kakaobohnen und der Entwicklung der Schokolade hören und sehen. Im Speziellen natürlich über die Firma Chocolat Cailler. Sie ist die älteste Schokoladenmarke der Schweiz und besteht seit 1819. Wir konnten mitverfolgen wie Alexandre-Louis Cailler mit dem Velo durchs Freiburgerland pedalte, um einen geeigneten Ort für seine Fabrik zu finden.

In Broc wurde er fündig. Wichtig war für ihn, Kühe auf saftigen Weiden und Wasser um die Mühle zu betreiben. Heute 117 Jahre später, wird in der gleichen Fabrik noch immer Schokolade hergestellt. François-Louis Cailler stand am Beginn der Chocolat Cailler und gab ihr seinen Namen. Später forschten auch Charles-Amédée Kohler und Daniel Peter an der Schoggi. DerenFirmenvereinigten sich 1904. 1911 schlossen sie sich mit Cailler zur Sociéte Peter, Cailler, Kohler Chocolts Suisse SA zusammen, die 1929 von der Nestlé and Anglo-Swiss Condensed Milk Company übernommen wurde.

Hinter Glasscheiben konnten wir die Entstehung der Cailler Branches verfolgen und am Ende der Produktionslinie ein frisches Branchli geniessen. Gegen Schluss degustierten wir noch eine Menge feinster Schokoladenkreationen. Im Cailler Shop nahmen wir die Möglichkeit wahr, um uns mit verschiedensten Schokoladenprodukteeinzudecken. Im Café “La Chocolaitière” gönnten wir uns eine kurze Auszeit.

Nach einer kurzen Fahrt hinauf nach Gruyères und einem kleinen Fussmarsch erreichten wir unser Restaurant Hotel de Ville. Hier nahmen wir unser Mittagessen ein. Vorspeise: div. Salate. Hauptgänge: Kalbsbraten mit Beilagen oder Macaroni mit Käsesauce. Dessert: Merinque mit Rahm. Anschliessend hatten wir noch Zeit, im beschaulichen Städtchen zu flanieren und wer wollte konnte noch ein Stück Gruyères Käse erstehen. Nachdem uns vorgängig Ursi schon über die Geschichte von Gruyères und seinem Schloss informierte, konnten wir auch von diesem einen Augenschein nehmen. Der Rundgang durch das Schloss bietet einen Überblick über acht Jahrhunderte Architektur, Geschichte und Kultur. Heute ist es im Besitz des Kantons Freiburg und wird als Museum genutzt. So ist hier u.a. auch das Museum von H.R. Giger, wo man Skulpturen, Bilder, Filmrequisiten und andere Werke des Bündner Künstlers und Oscar-Preisträgersbestaunen kann.

Anschliessend fuhren wir über den Jaunpass, 1‘509 m. Er verbindet das freiburgische Greyerzerland mit dem Simmental im Berner Oberland. Jaun ist die einzige deutschsprachige Gemeinde im Greyerzerland. In der Autobahn-Raststätte Münsingen machten wir unserer Trinkhalt und via Bern erreichten wir pünktlich unsere Einsteigeorte. Insgesamt kann man sagen, dass wir mit dem Wetter noch Glück hatten. Kamen wir doch trockenes Fusses über die Runden, auch wenn es zwischendurch einige Regenspritzer gab. Ein herzlicher Applaus ging an unsere Reiseleiterin Ursi, Reisekassiererin Rosemarie, dem Zeltliverteiler Richard und unserem versierten Chauffeur. Vielen Dank für diese ereignisreiche und interessante Frühlingsausfahrt. hsch