Mümliswil-Ramiswil

Geheimrezept gelüftet - Der Passwang Club zu Besuch in der Käserei Reckenkien

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Käsermeister Hansjörg Stoll erhält von Präsident Hugo Schumacher ein Präsent.

Käsermeister Hansjörg Stoll erhält von Präsident Hugo Schumacher ein Präsent.

Unter dem Motto «Gemütlichkeit» war der Passwang Club zu Gast in der Käserei Reckenkien. Dort kam man nicht nur in den Genuss einer interessanten Führung durch den Betrieb, sondern auch eines vorzüglichen Zmittags.

Rund 105 Tonnen Käse produziert die Käserei Reckenkien pro Jahr. Hier locken nicht nur der schweizweit bekannte Gruyère, sondern auch hauseigene Spezialitäten wie das Passwang-Mutschli, Männerchäs, Hoselupf und Reckenkiener Bergkäse. Ein guter Grund den Käsern Josef Fluri und Margrit und Hansjörg Stoll einen Besuch abzustatten. Mit einem Käse-Apéro der hauseigenen Spezialitäten wird der Passwang Club vor der Käserei empfangen. Präsident Hugo Schumacher begrüsst die Mitglieder und stellt fest, dass der Passwang Club gerade für solche Veranstaltungen stehe. Man könne mit interessanten Leuten gemütlich zusammen sein und Schönes erleben. Im Anschluss stellt Hansjörg Stoll den Käsereibetrieb vor. Die Milch werde von 11 Bauern bezogen, von denen alle im Umkreis weniger Kilometer wohnen würden. Die Käserei zähle zurzeit fünf Mitarbeiter, darunter zwei Lehrlinge und der vollautomatische Roboter Röbi. Josef Fluri führt die Gäste durch den Betrieb. Sehr eindrücklich ist dabei der Lagerraum. Dort reiht sich Käselaib an Käselaib, bis zu 35 Tonnen finden hier Platz. Bei einer Luftfeuchtigkeit von 93% wird der Käse mindestens neun Monate gelagert. Es fällt auf: Gruyère macht den grössten Teil des gelagerten Käses aus. Damit sei Reckenkien ein Ausnahmebetrieb, meint Josef Fluri. Nur sieben andere Deutschschweizer Betriebe haben auch die Berechtigung die Schweizer Spezialität ausserhalb der Romandie zu produzieren. Dies deswegen, weil Gruyère  hier seit über hundert Jahren hergestellt werde. Auf die Frage, was denn nun das Geheimrezept sei, lächelt der Käser nur verschwiegen. Durch weiteres Fragen kommt dann aber die Wahrheit ans Licht. Matchentscheidend sind vor allem die natürlichen Bakterienkulturen, die der Milch beigemischt werden, und das Salzbad, in das die 24 stunden alte  Laibe getaucht werden. Nachdem Roboter Röbi in Betrieb genommen und von allen Seiten bei der Arbeit bestaunt wurde, gibt es Mittagessen. Wie es sich für eine Käserei gehört, gibt es feines Racelette mit vielen leckeren Zustaten. Als alle satt sind, stellt Hugo Schumacher Hansjörg Stoll in einem Interview einige Fragen. Dabei stellt sich heraus, dass sich die Käserei Reckekien nicht beschweren kann. Das Geschäft laufe sensationell, daran ändere auch die Liberalisierung oder Veganismus nichts. Denn vor allem der Gruyère  sei im Ausland eine Delikatesse. Deswegen seien die Leute auch bereit etwas dafür zu bezahlen. Nach einem Dessert mit Reckenkiener Rahm endet der gemütliche Anlass. Nicht wenige Mitglieder des Passwang Clubs verlassen den Betrieb mit einem Stück Käse im Handgepäck.

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