Baden

Generalversammlung der Spitex Baden-Ennetbaden

megaphoneLeserbeitrag aus BadenBaden

Vize-Ammann Geri Müller sprach über die Freiwilligenarbeit.

Die Spitex Baden-Ennetbaden hat Christina Römer aus Ennetbaden neu in den Vorstand gewählt. Nationalrat Geri Müller informiert in seiner Grussadresse über beschlossene und über sich abzeichnende Veränderungen im Gesundheitswesen; die neue Pflegefinanzierung und fehlende Ausbildungsplätze.

Knapp ein Jahr nach seiner Wahl zum Präsidenten durfte Sander Mallien über hundert Teilnehmer zur ordentlichen Mitglieder-Generalversammlung im Reformierten Kirchgemeindehaus begrüssen und mit Elan durch die Pflicht-Traktanden führen.

In seiner kurzen Ansprache betonte der Badener Vize-Ammann Geri Müller, dass die Spitex Baden-Ennetbaden eine sehr wichtige Funktion ausübe. Er bedankte sich auch ganz herzlich bei allen Freiwilligen für ihren Einsatz. Die Freiwilligenarbeit in der Schweiz - im Wert von 40 Milliarden Franken pro Jahr - sei von enormer Bedeutung. Er informierte darüber, dass 22% der Arbeitenden im Gesundheitswesen tätig seien und dass das gute Gesundheitswesen in der Schweiz auch seinen Preis habe. Nicht gut findet NR Müller, dass mit der neuen Pflegefinanzierung nur noch die Pflege, nicht aber die Betreuung bezahlt werden soll und dass der Selbstbehalt auf 20% ansteigen wird. Die Spitex wird in Zukunft weiter wachsen und an Bedeutung gewinnen und es wird - laut NR Müller - mehr professionelles Personal benötigt. Im Jahr 2015 werden laut Hochrechnungen rund 16'000 Pflegepersonen fehlen. Er fordert massiv mehr Ausbildungsplätze.
Zum Schluss bedankt er sich bei allen für ihren Einsatz und wünscht eine erfolgreiche GV und ein gutes Vereinsleben.

Die Spitex kann auf ein sehr erfolgreiches Geschäftsjahr zurückblicken. Die Geschäftsführerin Christine Egli präsentierte verschiedene Kennzahlen des Vereins. Sie macht auf die markante Zunahme der Pflegeleistungen aufmerksam. Bei den hauswirtschaftlichen Leistungen ist ein leichter Rückgang zu verzeichnen. Der Stellenplan musste wegen der Zunahme an Leistungen erhöht werden. Im 2008 erhielt die Spitex zum ersten Mal keine Bundessubventionen mehr. Einnahmen von 300'000 Franken gingen somit verloren. In die Lücke springen mussten die Gemeinden. Der Jahresumsatz betrug rund 1.89 Mio. Franken. Die Jahresrechnung ist nahezu ausgeglichen und weist einen Überschuss von 1'475.80 Franken aus.

Christine Egli berichtet weiter über neue Leistungsvereinbarungen mit der Kinder- und der Onkospitex. Diese beiden Dienstleistungen gehören neu zum Aufgabengebiet der Gemeinden. Im 2008 hat die Spitex eine Kundenumfrage durchgeführt. Der Rücklauf war gross und die Resultate sehr erfreulich. Im Mai wurde die neue Homepage aufgeschaltet. Im November veranstaltete der Vorstand einen weiteren Workshop zum Thema Spitex-Leitbild. Das gesamte Personal wurde aufgefordert ihre Erfahrungen mitzuteilen. Motiviertes Personal bringt auch gute Leistung zu den Kunden.

Im Anschluss an den offiziellen Teil durften die Teilnehmer eine besondere Attraktion geniessen, eine Vorführung in „Dog-Dancing". Zum Abschluss wurde - wie jedes Jahr- ein feiner Imbiss offeriert.

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