Die Herbstwallfahrt des Lourdespilgervereins Baden und Umgebung ging dieses Jahr, am 19.9.2018, von der Lourdesgrotte in Leuggern an den Marienwallfahrtsort „Mariastein“. Mit dem Car der Firma Twerenbold gelangten die Mitglieder über die Einstiegorte Rütihof, Baden und Döttingen nach Leuggern. In der nebelverhangenen Lourdesgrotte wurde die Hl. Messe mit dem Präses Pfarrer Essig gefeiert. Nach dem Kreuzzeichen und dem Eingangslied „Gegrüsset seist du Königin“ sagte Pfarrer Essig: „Die beiden Orte Mariastein und die Lourdesgrotte verbindet ein Element: der Fels“. Aus dem Evangelium nach Matthäus hörte man: „In jener Zeit sprach Jesus: Wer mein Wort hört und danach handelt, ist ein kluger Mann, der sein Haus auf Fels baut.“ Und in der Predigt folgte: „Der Ort der Grotte in Lourdes, wo die Muttergottes der kleinen Bernadette vor 160 Jahren erschienen ist, heisst Massabielle, alter Felsen.“ Oberhalb der Grotte wurde sehr bald eine Kirche gebaut.“ Und Pfarrer Essig erinnerte die Gläubigen, wie Jesus zu Petrus sagte: „Du bist Petrus, der Fels, und auf diesen Felsen werde ich meine Kirche bauen.“

Nach dem Schlusslied, „Maria breit den Mantel aus“, konnten die Pilger noch einige Minuten bei der Grotte verweilen und eine Kerze anzünden.

Wunderbare Landschaft

Der Nebel hat sich verzogen und die Sonne lachte vom Himmel. So begaben sich die Wallfahrer mit dem Car nach Gippingen ins Restaurant Weisses Kreuz für den Kaffeehalt. Die Reise ging weiter über Leibstadt und Laufenburg und bei Eiken fuhr man auf die Autobahn Richtung Basel zum nächsten Ziel Mariastein. Im Car begrüsste der Präsident Hans-Jürg Amann die Mitglieder. Grosse Freude bereiteten ihm die jüngsten Mitglieder Linda, drei Jahre, und William, ein Jahr, die dabei waren. Während die wunderprächtige Landschaft betrachtet wurde, betete man den Rosenkranz zum Dank an Gott für Land und Leben.

In Mariastein angelangt war es Zeit für das Mittagessen. Im Hotel Zur Post genossen die Pilger das Cordon bleu mit Pommes und Gemüse. Dann hatte man noch Zeit für den Klosterladen. Den Rosenkranz, eine Kerze oder ein Heiligenbild wollte man doch von diesem heiligen Ort mit nach Hause nehmen.

Blick in die Geschichte

Um 15 Uhr besammelten sich alle Pilger zur Andacht in der Grotte von Mariastein. Pfarrer Essig betete und predigte. Ein kurzer Blick in die Geschichte: Wo heute das Kloster steht – so weiss die Legende zu berichten – war einst eine grüne Wiese. Eine Bauersfrau, die mit ihrem Kind das Vieh hütete, begab sich eines Tages in eine tiefergelegene, schattige Höhle. Von Müdigkeit übernommen, schlief sie ein. Beim Erwachen vermisste sie ihr Kind. Mit eiligen Schritten stieg sie ins Tal hinunter und fand dort ihr Kind gesund und wohlbehalten. Es erzählte von seiner wunderbaren Rettung durch die Gottesmutter Maria, die den Wunsch geäussert habe, in dieser Höhle verehrt zu werden.

Die Menschen, die den Halt verloren haben, dürfen hoffen nicht fallen gelassen zu werden. Dies zeigen die vielen Votivtafeln, die beim Abgang zur Gnadenkapelle den Weg zieren. Danke, Maria hat geholfen. Solche Tafeln aus dem Jahre 1906 bis heute, sind zu sehen.

Zum Schluss wurden noch die Andachtsgegenstände gesegnet, auf die Fürsprache unserer lieben „Mutter vom Trost“. Darauf kehrten die Pilger gestärkt und mit dankbarem Herzen nach Hause zurück.

Lengnau, 25.09.2018

Lourdespilgerverein Baden und Umgebung

Marianne Baldinger-Lang