Info-Nachmittag – Thema: Sicherheit im Alter “Diebstahl-Prävention“

Mit sichtlicher Freude konnte Heiri Schwetz 67 VP ABB-Mitglieder an dieser Veranstaltung im Gartensaal der Villa Boveri begrüssen. An diesem milden Frühlingstag hatten sich mehr Mitglieder angemeldet als Interessenmeldungen eingegangen waren. Eine Novität.

Es muss wohl an der Aktualität des Themas gelegen sein, nämlich: Sicherheit im Alter „Diebstahl-Prävention“. So konnten wir den Referenten Herr Rolf Mohn, Leiter der Beratungsstelle bei der Kripo Aargau herzlich willkommen heissen.

Fast täglich kann man in den Druckmedien lesen von Einbrüchen und Einschleichdiebstählen in Häuser und Wohnungen (auch am helllichten Tag). Von Entreiss-, Taschen- und Trickdiebstählen. Ebenso von trickreichen Delikten und Betrugsversuchen, wie z.B. der klassische „Enkeltrick“. Hauptsächlich sind wir von der älteren Generation davon betroffen.

Das Ziel dieser Veranstaltung war, uns zu sensibilisieren, damit wir nicht Opfer solcher Straftaten werden.

Herr Mohn verstand es mit seiner Erfahrung und professionellem Wissen uns dieses Thema eindrücklich näher zu bringen und uns so wichtige Tipps und Verhaltensweisen zu vermitteln.

Warum gerade wir Seniorinnen und Senioren gerne Opfer solcher Straftaten werden, liegt eigentlich klar auf der Hand. Wir sind nicht mehr so beweglich, der Hör-, Seh- und Tastsinn und auch das Denken haben nachgelassen. Zum Teil haben wir noch nicht realisiert, dass sich die Welt und das Umfeld rasant verändern. Wir leben nicht mehr in der „guten, alten Zeit“. So werden gerne unsere Hilfsbereitschaft und unser Vertrauen ausgenutzt für alle möglichen Delikte und Straftaten.

Herr Mohn zeigte uns per Video- und Foto-Show die häufigsten Straftaten auf und machte uns auf ein paar gravierende Fahrlässigkeiten aufmerksam, die jedem von uns passieren können.

So z.B. beim Einkaufen, wenn das Portemonnaie in der Tasche unbeaufsichtigt im Einkaufswagen liegt. Für Geldbezug am Bankomaten, niemals die Code-Nr. auf das Kärtchen schreiben und darauf achten, dass man nicht beobachtet wird. Nie grosse Geldbeträge auf sich tragen. Besonders wichtig, fremde Personen nicht zu nahe an sich herankommen lassen und körperlichen Kontakt vermeiden. Nicht an der äussersten Trottoirkante gehen. Damit erleichtert man den vorbeifahrenden Entreissdieben den Zugriff auf die Handtasche. Wenn es trotzdem passiert, los lassen, ein Sturz kann schwerste Verletzungen und Knochenbrüche verursachen. Ganz wichtig auch, niemals fremde Personen ins Haus lassen. Fenster und Türen schliessen, auch bei kurzer Abwesenheit. „Ein gekipptes Fenster, ist ein offenes Fenster“. Es lässt sich von aussen mit entsprechenden Einbruchswerkzeugen leicht öffnen. Diese und viele weitere Tipps wurden uns veranschaulicht.

Mit grossem Applaus und einem flüssigem Präsent aus Baden’s bekanntester Lage wurde Herrn Rolf Mohn gedankt. Am Ausgang konnte sich jeder Teilnehmer mit verschiedenen Broschüren zu diesem Thema bedienen und zum zweiten Teil des Anlasses in die Villa Boveri dislozieren. Bei Kaffee und Kuchen wurde weiter über das Gehörte diskutiert, aber auch über allgemeine Belange und persönliches Befinden gesprochen. hsch