Baden

Ja, aber bitte mit mehr Komfort

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Zwei gewichtige Geschäfte stehen zur Entscheidung an und die FDP hat beide sehr kontrovers diskutiert. Vorweg: Beiden wird mit Einschränkungen zugestimmt, welche in entsprechende Anträge zu Handen des Einwohnerrates einfliessen.

Bekanntlich haben der Ausbau und die Sanierung des Kurtheaters eine lange Geschichte mit vielen Unwägbarkeiten. Jetzt wird die Lösung mit einem Kreditvolumen von 36,7 Mio. CHF vorgelegt, die nicht vollständig befriedigt. Einerseits was den Prozess – mit der Stadt Baden als Totalunternehmer für einen privaten Bauherrn – betrifft, andererseits die Tatsache, dass eines der Grundübel nicht eliminiert wird. Die FDP ist der Meinung, dass bei einem derart grossen Einsatz an Geldmitteln der Theatergast in Zukunft mehr als nur von grösseren Foyers und neuen Toiletten profitieren soll. Vielmehr muss im Hinblick auf ein ungetrübtes Theatervergnügen die Beinfreiheit ausgeweitet werden. Die FDP ist bereit, für diese Komfortsteigerung zum Wohle der Besucher auch mehr Geld zu sprechen, da sie der Meinung ist, dass damit ein echter, spürbarer Mehrwert geschaffen wird. Ein entsprechender Antrag wird anlässlich der Einwohnerratssitzung eingebracht.

Die Testplanung für den neuen Schulraum hat ergeben, dass auf dem Gelände Burghalde das Oberstufenzentrum für die kommenden Generationen gebaut werden kann. Mit 85 Millionen sind die Investitionen sehr hoch, tragen aber der besonderen Topographie sowie dem Ausbau von Infrastruktur Rechnung; letzteres wird zur Qualitätssteigerung der Schule stark beitragen. Die FDP erwartet, dass die Kosten ein gewichtiges Beurteilungskriterium des Wettbewerbes sein werden. Unabdingbar ist der Bau einer Dreifachturnhalle, welche für Wettkämpfe nutzbar sein muss und vor allem auch der bestehenden Hallenbelegungsmisere entgegenwirkt. Im Zuge des Postulates Heer Sportkonzept wird die FDP ein besonderes Augenmerk auf diesen Punkt legen. Die Finanzierung der Investitionen über Schulgelder der angeschlossenen Gemeinden ist sinnvoll. Dadurch wird der erwarteten Entwicklung der Schülerzahlen der umliegenden Gemeinden Rechnung getragen. Kritisch steht die FDP dem Zeitplan der Umsetzung gegenüber. Das Programm ist so gedrängt, dass nur die geringste Verzögerung eine Realisierung bis 2017 in Frage stellt. Alternativplanungen müssen deshalb frühzeitig an die Hand genommen werden. Die Notwendigkeit, bereits heute 1,2 Mio. CHF für die weitere Planung des Wettbewerbssiegers zu sprechen, wird im Kontext zum engen Zeitplan gesehen.

Andreas Voser aus Baden

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