Baden

Klimaänderung – weltweite Dekarbonisierung, bis wann?

megaphoneaus BadenBaden

Der letzte Badener Energie-Apéro der Saison 18/19 fand am 22. Januar 2019 im Konnex Gebäude von GE statt. Thema war die unwiderlegbare Klimaänderung und die dringend notwendige Dekarbonisierung. Prof. Dr. Reto Knutti, ETH Zürich, lieferte auf unterhaltsame und dennoch eindringliche Weise Fakten und ermahnte, dass es fünf vor zwölf ist, während Min Zhou die Risiken aus Sicht des Rückversicherers Swiss Re aufzeigte. Empfangen wurden die Gäste vom Gastgeber GE, vertreten durch Roland Huber, GE Power sowie Martin Sennhauser, Energie Sennhauser, Baden.

Der Haupttreiber des CO2 Ausstosses ist der Mensch, sagte Martin Sennhauser bei der Begrüssung der rund 200 Gäste. Reto Knutti zeigte die passenden Bilder dieses Jahrhundertsommers dazu. „Der menschliche Einfluss auf das Klima ist klar“, so Reto Knutti, und „der Klimawandel ist wahr“ – alles andere ist „Fake News“. Starkniederschläge nehmen zu, Gletscher gehen schneller denn je zurück und die Biodiversität sinkt. Tragisch ist, dass CO2 und der Klimawandel langfristig bleiben, selbst wenn wir kein CO2 mehr ausstossen. Viel Zeit für Entscheide haben wir nicht, und wir sollten uns rasch anpassen, um die geforderten Klimaziele zu erreichen. Neue Technologien seien unterwegs. Und, so Knutti, die Diskussion darf nicht emotional geführt werden, sondern muss auf Fakten basieren.

Min Zhou von der Swiss Re zeigte die Risiken des Klimawandels aus Sicht des Versicherers auf. Die Schadenfälle sind in den letzten 50 Jahren exponentiell gestiegen. Und Zhou sagt ebenso klar wie sein Vorredner, der Klimawandel ist real. Für den Rückversicherer ist die ständige Know How-Weiterentwicklung entscheidend. Ausserdem müssen laufend neue Versicherungsprodukte entwickelt werden; das heisst auch, dass bestimmte Produkte aus dem „Sortiment fallen“, wie beispielsweise Kohlekraftwerke, die von Swiss Re nicht mehr rückversichert werden. Ein Anliegen ist es auch, das Thema noch viel sichtbarer zu machen sowie den eigenen globalen Fussabdruck auf null zu bringen.

Im Anschluss an den Anlass wurde ein Apéro offeriert, bei welchem das aktuelle Thema weiter diskutiert wurde. 

Mehr Informationen zu den kommenden Energie-Apéros: www.energieaperos-ag.ch

Meistgesehen

Artboard 1