Solothurn

Kochen und Essen für den Klimaschutz

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Im Rahmen des Biologieunterrichts befassten sich die Schülerinnen und Schüler der L18a mit ihren Essgewohnheiten und deren Auswirkungen auf die Umwelt. Danach planten und kochten sie das Mittagsmenu in der Mensa der Kantonsschule.

Nicht im Klassenzimmer sondern in der Mensa versammelt sich die L18a am frühen Morgen mit ihrer Biologielehrerin Franziska Fuchs. Die Stimmung unter den Schülerinnen und Schülern ist von freudiger Erwartung geprägt, denn heute kommt der Abschluss und Höhepunkt der Unterrichtseinheit «Nachhaltige Ernährung». Der Koch Rene Kocher und sein Mensateam begrüssen die SuS und führen sie in die Küche. Nun geht es darum die beiden geplanten Menüs zuzubereiten.

«Super, dass wir so etwas im Biologieunterricht machen konnten. Das war richtig Praxisbezug!» (Schüler)

«Meine Kollegin, Rebekka Schor hat dieses Unterrichtsmodell entwickelt und Sophie Schmid hat es auch schon mit einer Klasse durchgeführt» (Biologielehrerin)

Im Unterricht wurde Menüs erarbeitet, die den Kriterien der Nachhaltigkeit sowie der Wirtschaftlichkeit entsprechen. Es war klar, regionale und saisonale Zutaten sollten verwendet werden. Es durfte nicht zu teuer sein, die Schüler- und Lehrerschaft sollte zum üblichen Preis essen können und damit der Absatz garantiert ist, sollte es zwei Menüs geben, ein vegetarisches und eines mit Fleisch. Wenn schon Fleisch, dann Poulet Fleisch aus der Schweiz, welches bei der Produktion am wenigsten Ressourcen verbraucht und keine schädlichen Zusatzsatzstoffe wie Antibiotika enthält. Wegen der Realisierbarkeit und der Mengenberechnung musste dies natürlich vorgängig mit dem Koch abgesprochen werden. So wurde nach eingehender Planung festgelegt: Für die Gäste der Mensa gibt es am ausgewählten Dienstag: Poulet Paella mit Gemüse und Bio Salat oder Fettuchine an Zucchini Sauce mit Bio Salat.

«Ich koche ja eigentlich nicht so gern, aber mit der ganzen Klasse zusammen macht es doch Spass!» (Schülerin)

Nun ging es also fröhlich ans Werk, der Koch und sein Mensateam standen hilfreich zur Seite. Von 8:00 bis 11:00 Uhr wurde geschnippelt, geschnitten, angebraten, gekocht und gewürzt. Jede/r hatte seine Aufgabe und Spass daran, manche kochten zuhause schon oft, für andere war es eine Premiere, manche waren geschickt und schnell, andere bekundeten Mühe.

«Symphatische, fleissige SuS. Die könnt ihr jeden Tag schicken!» (Koch)

Aber Dank des Mensateams, der guten Stimmung und der gegenseitigen Ermutigung, konnte alles (ca. 220 Portionen) zeit- und mundgerecht zubereitet werden.

«Wenn ich Poulet esse, dann muss ich mich auch überwinden, das Fleisch vorher kleinzuschneiden!» (Schülerin)

Dann servierten die SuS an der Theke und sie standen auch an der Kasse um die 8.50 Fr (Vegi) bzw. 9:00 Fr (Fleisch) einzuziehen. Ganz zum Schluss durften sie auch selber speisen. Es schmeckte vorzüglich, das Mensateam lobte die gute Zusammenarbeit und die fleissigen SuS, die Lehrerin war glücklich, dass die SuS ihre Kompetenz in Bezug auf nachhaltige und zugleich wirtschaftliche Ernährung erweitert haben.

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