Die Berufsbildung wird international immer mehr beachtet. Ende letzter resp. anfangs dieser Woche wurde in Baden, Delémont und Bellinzona ein weiterer Jahrgang von Berufsfachschul-Lehrpersonen diplomiert.
Sie haben den «schönsten Beruf» des Lebens gewählt: Die 71 frisch ausgebildeten Lehrpersonen für die Berufsbildung, die am vergangenen Freitag in Baden diplomiert wurden. Sie stammen aus der ganzen Deutschschweiz und haben die zweijährige Lehrerausbildung am EHB IFFP IUFFP erfolgreich abgeschlossen. Dass sie den schönsten Beruf hätten, sagte Rudolf Siegrist, Leiter der Berufsfach-schule Baden BBB in seiner Begrüssung. Das EHB führt seine Diplomfeiern, je eine pro Sprachregion, jedes Jahr an einem anderen Ort durch.
Spannende Aussagen gab es auch von EHB-Direktorin Dalia Schipper und Ständerätin Pascale Bru-derer Wyss. Schipper beklagte den Mangel an Forschung über die Wirksamkeit von Lehrerbildung, hielt aber als Wichtigstes fest, dass Lehrpersonen dann erfolgreich sind, wenn sie sich in ihrem Unter-richt selber auch als Lernende erfahren. Bruderer Wyss stellte die wachsende Aufmerksamkeit für die Berufsbildung in die Mitte ihrer Ausführungen und betonte die hohe Bedeutung des EHB als nationa-les Kompetenzzentrum. «Die wichtigste Sozialpolitik ist Bildungspolitik», erklärte sie.
220 Diplome und 75 Zertifikate konnte das Eidgenössische Hochschulinstitut für Berufsbildung EHB IFFP IUFFP dieses Jahr in Baden, Delémont und Bellinzona überreichen. Diplomiert wurden Berufs-fachschullehrerinnen und -lehrer für den berufskundlichen Unterricht und den allgemeinbildenden Unterricht, Lehrpersonen für den Unterricht an Höheren Fachschulen und Berufsbildende für überbe-triebliche Kurse sowie an weiteren dritten Lernorten.