Unter diesem Motto fand die 119. Lourdeswallfahrt DRS der Bistümer Basel, Chur und St. Gallen statt. So machten sich am Freitag den 24.4. bis 30.4. 2015, 1650 Pilger, davon 180 Betreuungsgäste im Accueil sowie 390 Helfer auf die Pilgerreise. Mit dem Tageszug reisten 600, mit den fünf Flugzeugen 940, mit den Cars 84 Pilger und mit dem Jugendbus 25 Pilger nach Lourdes. Lourdes ist ein Wallfahrtsort in den Pyrenäen Frankreichs, wo im Jahre 1858 der 14-jährigen heiligen Bernadette 18 Mal die Muttergottes Maria erschienen ist. An dieser Wallfahrt war ganz neu, dass die Kranken nicht mehr im Zug reisten, sondern mit dem Flugzeug und von zu Hause abgeholt wurden.

Reisesegen erteilt

Im Tageszug begleiteten der Pilgerdirektor Pfr. Andreas Schönenberger sowie Pfr. Stefan Staubli die Pilgernden. Pfr. Staubli begrüsste alle recht herzlich und las aus dem Apostolischen Schreiben, Evangeli Gaudium, des Heiligen Vaters Papst Franziskus vor: Die Freude des Evangeliums erfüllt das Herz und das gesamte Leben derer, die Jesus begegnen. Diejenigen, die sich von ihm retten lassen, sind befreit von der Sünde, von der Traurigkeit, von der inneren Leere und von Vereinsamung. Mit Christus kommt immer - und immer wieder - die Freude. Darauf erfolgte der Reisesegen.

Eröffnungsgottesdienst für die Schweizer

Am nächsten Wallfahrtstag in Lourdes zeigten sich auf der Strasse und im Heiligen Bezirk immer mehr Pilger aus der Schweiz. So konnten alle um 16.30 Uhr in der St. Bernadettekirche dem Eröffnungsgottesdienst beiwohnen. Es ist immer wieder ein wunderschönes Bild: 1600 Kranke, Gesunde, Kinder, Eltern, Grosseltern sowie der Einzug mit Bischof Markus Büchel, mit 15 Priestern, Ministranten, 23 Fahnenträgern der verschiedenen Lourdespilgervereinen. Auch Bischof Büchel gab dieser Freude Ausdruck, diese Tage hier zu verbringen und ermunterte alle, Zeugen dieser Freude zu sein. Der Leitgedanke zu diesen Pilgertagen, Hilfe am Mitmenschen, ist eine der wertvollsten Gaben, die Menschen verschenken können.

Verschiedene Angebote

In diesen Tagen konnte man an folgendem Programm teilnehmen: Hl. Messen, Sakramentenprozession, Rosenkranz, Lichterprozession, Krankensalbung, Kreuzweg für Gesunde und Kranke, Kreuzweg mit Fackel und Kerzenlicht sowie die persönliche Beichte und Bäderbesuch. Dem Kreuzweg mit Fackel und Kerzenlicht stand Abt Emmanuel vor. Dabei zeigte er auf, wie Jesus das Kreuz für die Familien, die heute tiefe Wunden aufweisen, getragen hat. Auch gebetet wurde für die verfolgten Christen um Kraft und dass sie die Hoffnung nicht verlieren. Für die Verfolger, dass Jesus ihre Herzen öffne für das Leid, dass sie andern Antun, und lass sie Jesus in den Opfern erkennen. Ein Besuch im Bad neben der Lourdesgrotte durfte ebenfalls nicht fehlen. Ein Bad in Lourdeswasser heilte schon manchen an seiner Krankheit und gleichzeitig ist es die Reinigung der Seele. Ein ganz besonderer Höhepunkt war die internationale Messe in der Piusbasilika, welcher Pilgerbischof Markus Büchel vorstand. Zusammen mit 100 Priestern und wohl an die 15000 Gläubigen feierte er die Hl. Eucharistie. Stellvertreten für alle Menschen zogen die Priester und Bischöfe im Anschluss zur Grotte und brachten Maria den Lobpreis (das Regina Caeli) dar. 

Viel zu schnell gingen die Pilgertage des Lourdespilgervereins Baden und Umgebung vorüber und schon hiess es Abschied von der lieben Frau von Lourdes zu nehmen. In tiefer Dankbarkeit und mit grosser Freude im Herzen kehrten die Pilger nach Hause zurück. 

Ein grosses vergelt's Gott geht an die Lourdeswallfahrt DRS, besonders an den Präsidenten, Herrn Gerold Kalbermatten, an den Leiter des Pilgerbüros, Herrn Paul Metzger mit seinem Team und alle die mit unterwegs waren. Die Pilger freuen sich schon auf die 120. Lourdeswallfahrt, die am 8.- 14. April 2016 stattfinden wird.

Lengnau, 15. Mai 2015

Mitglied des Lourdespilgervereins Baden und Umgebung

Marianne Baldinger-Lang