Nachlese

Für eine Digitalisierung die allen nützt

Mit Kathrin Scholl, Daniel Jositsch und Cédric Wermuth

 Die sehr gut besuchte Veranstaltung im Aarehof in Wildegg vom 14. August war ein toller Erfolg. Die drei Referenten verwiesen auf die Dynamik der Digitalisierung: Diese verändert alle gesellschaftlichen Bereiche wie Bildung, Arbeit, Wirtschaft, Politik und persönliche Gewohnheiten. Eine komplexe Herausforderung, die nicht mit seichten Appellen und dem billigen Aufruf zu bewältigen ist, dass jeder für sich dafür verantwortlich wäre.

Erfreulicherweise erlebten die Besucher der Veranstaltung drei hervorragende Referenten, die keine allgemein bekannten Schlagworte aufzählten sondern differenziert über die Chancen und Gefahren argumentierten. Kathrin Scholl und Daniel Jositsch konnten sich dabei auf ihre Erfahrungen aus dem Berufsleben abstützen. Sie wurden vom Generalisten Cédric Wermuth, der erstmals für den Ständerat kandidiert, optimal ergänzt. Wermuth verwies seinerseits auf die gesellschaftliche und wirtschaftliche Dimension, welche die digitale Umwälzung mit sich bringt. Zusammen mit den beiden Mitreferenten forderte er deshalb, dass für diese riesige Herausforderung der Staat den Lead zu übernehmen hat.

Bei den Ständeratswahlen im Oktober haben die Aargauerinnen und Aargauer die Möglichkeit, einen Politiker wie Wermuth zu wählen, der aus Überzeugung dafür eintreten wird, dass von der digitalen Umwälzung nicht Wenige sondern Alle profitieren. Wir, die Bürgerinnen und Bürger, haben mit riesigen Geldbeiträgen jene Unternehmungen unterstützt, welche die Digitalisierung auf den heutigen Stand brachten. Deshalb ist es nur gerecht, wenn wir unseren Anteil einfordern. Wir wollen, so Wermuth, keine Almosen sondern lediglich eine Beteiligung für unseren finanziellen Einsatz.

In der anschliessenden, rege benutzten Diskussion, wurde schnell klar, dass die Mehrheit der Besucher der Ansicht vertritt, dass es intolerabel ist, wenn vor allem die multinationalen Unternehmungen  die Vorteile der Digitalisierung für sich beanspruchen, während die arbeitende Bevölkerung und die Staaten die Nachteile zu tragen haben. Die Forderung ist unmissverständlich: Die soziale Sicherheit für jene Menschen, welche wegen der digitalen Umwälzung ihren Job verlieren, muss garantiert werden. Die daraus resultierenden Kosten werden durch die zusätzlichen Gewinne finanziert, welche durch die Digitalisierung generiert werden. Ebenfalls ist es klar, dass die zahlreichen, neuen Jobs, die zukünftig entstehen, gut bezahlt werden müssen. Die Digitalisierung muss ALLEN und nicht nur WENIGEN Vorteile bringen. Das ist keine Utopie sondern eine zeitgemässe und bürgernahe Forderung.