Eine gutgelaunte Gruppe von Mitgliedern der Vereinigung für Heimatkunde des Bezirks Baden (wwww.vfhk.ck) hat diese Wanderung durch die vielfältige Flusslandschaft unter der kundigen Führung von Albert Wickart unter die Füsse genommen. In Schüpfheim erfolgte der Start an der Kleinen Emme, der Wanderbegleiterin während des ganzen Tages. Flussabwärts gings durch die landwirtschaftlich geprägte Hügellandschaft des Entlebuchs mit seinen saftiggrünen Weiden. Auf weiten Strecken ist der Fluss mit Sträuchern und Bäumen bestockt und durch das starke Rauschen nicht zu verfehlen. Nach dem Überschreiten der romantischen Holzbrücke, der alten Grabenbrücke, bei Hasle, war es dann nicht mehr weit zur Mittagsrast in Entlebuch, wo nicht nur vorzüglich gespeist wurde, sondern wo der Wirt auch noch seine Aufwartung machte mit einigen Operettenmelodien.

Die Fortsetzung nach dem Mittagessen erfolgte wieder zum wild fliessenden Fluss hinunter, welcher sich hier seit langer Zeit durch den Nagelfluhfels gefressen hat. Durch eine weitgehend unberührte Flusslandschaft wandernd, erreicht man bei Äntlenstalden eine typische voralpine Auenlandschaft mit einigen Weihern und Tümpeln. Sehr anschaulich auch die Weich- und Hartholzauen. Nicht von ungefähr wird diese Auenlandschaft als «national bedeutend» eingestuft. Auf dem Abschnitt zwischen Hasle und Wolhusen wurde der Emmenuferweg als «Wasserweg » zum Erlebnispfad umgestaltet; an 15 Standorten erzählen Schautafeln anschaulich von der reichen Flora und Fauna, der Gestaltungskraft des Wassers und laden zum Entdecken der eindrücklichen Naturdenkmäler ein. Bei der Bus-Haltestelle «Chappelbodenbrücke» ist das Tagessoll von 10‘000 Schritten mehr als erfüllt und die Teilnehmer sind bereit für die Heimfahrt.

Die Verfasserin: Vrena Moritzi Schmid