Am Montag 8. Dezember trafen sich die Kandidatinnen und Kandidaten für die Grossratswahlen 2009 der Grünliberalen Partei Bezirk Baden im Hotel Du Parc. Obwohl die Bezirkspartei Baden vor erst gut 2 Monaten gegründet wur-de, haben sich bereits 24 GrossratskandidatInnen für die Wahlliste eingetragen. Ziel der Grünliberalen Partei ist es, vorhandene Meinungen und politische Stossrichtungen kritisch zu würdigen. Gezieltes Hinterfragen der Sach-geschäfte und offene, kritische Diskussionen über das Machbare sowie die Notwendigkeit von Machbarem, sollen einen frischen Wind in die Aargauer Politik bringen.

Spitzenkandidaten:
Folgende Personen ziehen als Spitzenkandidaten für uns in den Wahlkampf:
1. Peter Schuhmacher:
Grossrat: bisher; Alter: 51 Jahre; Wohnort: Wettingen; Inhaber einer Unernehmensberatungsfirma; Präsident RaodC-ross Sektion Aargau; Motto: Vernetzung und Transparenz.
2. Ruth Jo Schneier
Grossrat: neu; Alter: 33 Jahre; Wohnort: Wettingen; Mutter, Hausfrau und Buchhalterin; Präsidentin des Vereins "Kin-derkripe Komhaus und Martinsberg; Motto: Für gute Startchancen heute und in Zukunft.
3. Heinrich Morf
Grossrat: neu; Alter: 65 Jahre; Wohnort: Oberrohrdorf; Elektroingenieur FH MBA; Mitglied Forum VERA - Verantowr-tung für die Entsorgung radioaktiver Abfälle; Motto: Der Menschheit nicht die Zukunft verbauen.
4. Jean-Pierre Leutwyler
Grossrat: neu; Alter: 35 Jahre; Wohnort: Ennetbaden; Dipl. Betriebsökonom und Bankfachangestellter; Gründungs-mitglied der glp Baden und Sektion Ennetbaden; Motto: Mehr Eigenverantwortung in einer Welt in der alles im-mer mehr in die Unverbindlichkeit abrutscht.

Die weiteren 20 Kandidaten der glp Baden sind:
Sander Mallien (Baden), Frank Sperdin (Wettingen), Barbara Haller-Rupf (Ennetbaden), Thomas Wirth (Ennetbaden), And-reas Mahler (Fislisbach), Jeanette Esslen (Bergdietikon), Peter Berger (Baden), Stefan Eberhard (Baden), Patrick Küng (Wettingen), Corinne Mahler (Fislisbach), Andreas Moser (Ennetbaden), Dominik Peter (Künten), Oliver Roher (Oberrohr-dorf), Roman Hofer (Wettingen), Silvan Esslen (Bergdietikon), Barbara Gmür (Bellikon), Delano Landtwing (Künten), Benny Riz (Baden), Guido Erni (Untersiggenthal), Marco Leanza (Baden).

Sachbezogene und umfassende Politik hört für uns nicht an den Grenzen des Bezirks Baden auf. Unsere Themenschwer-punkte beziehen sich sowohl auf Baden, als auch auf den ganzen Kanton Aargau. Natürlich engagieren wir uns ebenso für nationale Themen.
Für einen starken Bezirk Baden
Die Förderung einer liberalen aber auch nachhaltigen Wirtschaftspolitk geht nicht mehr ohne Berücksichtigung von Umweltfaktoren. Wir plädieren dafür, sich von den alten Technologien zu trennen und stattdessen zukunftsträchtig ganz-heitliche Ansätze zu berücksichtigen. Die Grünliberalen des Bezirks Baden verlangen von den Stromkonzernen eine Ab-kehr von der Atomenergie. Die Aargauer Engergie-Industrie soll sich auf moderne Technologien und erneuerbare Energien konzentrieren.

Ebenso ist für uns auch die Beantwortung der Frage nach einer optimalen Gemeindegrösse entscheidend. Mit den heute im Einsatz befindlichen Informationstechnologien werden die Grenzen zwischen den Gemeinden immer fliessender. In einem direktdemokratischen (nicht vom Kanton aufgezwungenen) Gemeindefusions-Prozess, könnten Synergien besser genutzt werden, um den Bürgern einem optimalen Service zu niedrigeren Kosten zu bieten.

 
Die Grünliberalen des Bezirks Baden setzen sich für eine faire und verursachergerechte Verteilung des Fluglärms vom Flughafen Kloten ein. Der laufende Sachplan Infrastruktur der Luftfahrt (SIL) hat gezeigt, dass der Kanton Zürich den selbst verursachten Fluglärm grösstenteils auf dem eigene Kantonsgebiet verteilen könnte.


Für einen eigenständigen Kanton Aargau
Eine der drängenden Fragen die sich für den Kanton Aargau stellt ist die Reform des Bildungswesens welches vom bis-herigen Bildungsdirektor recht wechselhaft gehandhabt wurde. Wie Heinrich Pestalozzi einst bemerkte: Ein Schulsystem muss ausgewogen sein und sowohl Kopf wie auch Herz und Hand ansprechen. Unser Ziel: alle Schulabsolventinnen und Schulabsolventen bekommen gute Startchancen für ihr Berufsleben.
Der Kanton Aargau trägt im nationalen Vergleich sehr grosse Infrastruktur-Lasten gerade auch im Bereich Verkehr. Wir erwarten somit, dass unser Kanton deswegen auch gebührend Unterstützung und Anerkennung von Bern bekommt, um diese Lasten tragen zu können. Es soll aber auch das Strassenverkehrsgesetz konsequent umgesetzt werden und ver-kehrsgefährdende Autolenker müssen sofort und langfristig aus dem Verkehr gezogen werden. Zudem muss der Kan-ton Aargau von den SBB im Bereich des öffentlichen Verkehrs besser unterstützt werden.

Für den Bezirk Baden wie für das gesamte Limmattal ist es bedeutend, dass die Limmattal-Bahn so rasch als möglich gebaut und in Betrieb genommen wird. Für eine nachhaltige Schweiz: Gemeinsam die wirtschaftlichen Probleme anpacken und lösen

Politik soll wieder für die Bürger und Bürgerinnen und nicht für Partei- oder persönliche Interessen da sein. Nur im offenen, wertschätzenden und konstruktiven Dialog aller Parteien können wir die akuten wirtschaftlichen Prob-leme bearbeiten. Es braucht weder Zwängerei noch Polemik sondern eine ausgewogene Mischung zwischen Verhinde-rung von Exzessen und Vereinfachung der Administrationszwänge für KMU's.

Keine neuen AKW's
Noch bevor man eine Lösung für die Entsorgung des Abfalls bestehender AKWs gefunden hat, will man schon wieder
neue Grosskraftwerke bauen. Dies ist eine Zwängerei und geht auf Kosten künftiger Generationen, welchen man die Risi-ken und Kosten der Abfallentsorgung überlässt. AKWs sind bei voller Kostenwahrheit schlicht zu teuer und das Klumpenri-siko ist zu gross. Deshalb sind wir für erneuerbare, CO2 freundliche Energien. Link: www.glpbaden.ch

(Silvan Esslen)