Der zweite Energie-Apéro dieser Saison im General Electric Konnex Gebäude in Baden war ausgebucht. Die Referenten Peter Morf vom Hightech Zentrum Aargau AG sowie Thomas Justus Schmidt vom PSI gaben neue Fakten zur grenzenlosen Zukunft der Photovoltaik und den unterschiedlichen Aspekten rund um das Thema preis.

220 Gäste durfte Martin Sennhauser, Leiter Energiefachstelle, Regionalwerke AG Baden für die Vorträge der beiden Referenten begrüssen. „Das wird ein Besucherrekordjahr, wenn das so weitergeht!“ meinte er dazu. Die Schweiz habe schon früh in die Photovoltaik investiert und war während den 80er Jahren führend auf diesem Gebiet.

Der erste Referent Peter Morf, Programmleiter Energietechnologien und Ressourceneffizienz am Hightech Zentrum Aargau AG ging einleitend auf die Grundlagen der Solartechnik ein. „Das technische Potential sei in der Photovoltaik noch lange nicht erreicht. Schon heute gibt es Effizienzspannen die bei den Modulen von 14 bis 36% reichen; die maximale Zelleffizienz liegt derzeit bei 46%, was jedoch noch weit entfernt vom heutigen Durchschnitt ist. Die Wirtschaftlichkeit verbessert sich laufend dank sinkenden Preisen bei der Herstellung die immer mehr automatisiert wird. Für Morf ist klar, dass die Solarenergie noch viel vor sich hat. Schon heute haben wir in der Schweiz das erste energieautarke Haus, das vollständig mit Dach- und Fassadenmodulen versehen ist. Interessant sei auch, dass bisher die Prognosen bezüglich der Entwicklung der Photovoltaikanlagen immer viel tiefer lagen, als die Realität.

Thomas Justus Schmidt, Bereichsleiter am PSI und Direktor SCCER Heat & Electricity Storage, berichtete über die Energiespeicherung im Energiesystem von morgen. Treiber aller Aktivitäten rund um dieses Thema sind die Klimaziele des Bundes. Noch sind wir mit Sonne und Windenergie hohen Schwankungen übers Jahr ausgesetzt, was einzige hochwertige Langzeitspeicher ändern können. So kommt es, dass im Sommer ein Teil der Energie gar nicht produziert wird, weil kein Bedarf dafür besteht, aber auch nicht die Möglichkeit diese sinnvoll zu speichern. Hier liegt ein enormes Potential. Schmidt zeigte verschiedene Speichervarianten für lang-, mittel- und kurzfristiges Speichern auf. Im Langfristbereich bietet heute jedoch einzig die „power-to-gas-to-power“ Technologie eine Alternative zum Pumpspeicherwerk.

Im Anschluss an den Anlass wurde beim Apéro weiter zu den angesprochenen Aspekten diskutiert. 

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