Im Rahmen von «FDP trifft…» hat die FDP Stadtpartei Baden in der Stanzerei zum Politapéro mit ABB Schweiz eingeladen. Stadtrat Philippe Ramseier begrüsste gut gelaunt rund 100 erwartungsvolle Gäste aus dem ganzen Kanton und erläuterte das Ziel des Anlasses, den Dialog zwischen Wirtschaft, Gesellschaft und Politik aktiv zu fördern. Ständeratskandidat Thierry Burkart beleuchtete in seinem Einleitungsreferat zuerst die Aargauische Industriegeschichte und kam anschliessend auf wichtige Standortfaktoren des Kantons zu sprechen: Die gute geografische Lage zwischen den urbanen Zentren Basel, Zürich und Zug sowie die schnelle Erreichbarkeit via Strasse und Bahn. Ebenfalls eine wichtige Voraussetzung für die Ansiedlung von wertschöpfenden Industrien ist die Verfügbarkeit von Fachkräften. Darauf müsse in Zukunft ein besonderes Augenmerk gelegt werden, so Burkart.

Robert Itschner, CEO von ABB Schweiz, zog die Zuhörer dann mit seinem kurzweiligen und immer wieder überraschenden Referat in den Bann. Die ABB habe sowohl die zweite wie auch dritte industrielle Revolution massgeblich mitprägen können und folglich sei es das Ziel, auch die vierte industrielle Revolution – Stichwort Digitalisierung und Industrie 4.0 – aktiv mitzugestalten. Die ABB habe mit ihren Produkten und vor allem ihrer Innovationskraft beste Voraussetzungen, um die Schweiz einerseits bei der Umsetzung der Energiestrategie und andererseits bei der weiteren industriellen Entwicklung zu unterstützen. Itschner unterstrich die Vorteile der Digitalisierung und deren Wertschöpfung. Denn wer bei der Digitalisierung Vorreiter sei und diese aktiv mitgestalten kann, werde auch von ihr profitieren. Als Beispiel nannte er den Ausbau von Microsoft und die Ansiedlung von Google oder Facebook in der Schweiz. Allerdings kam auch der Chef von ABB Schweiz auf die immer schwieriger zu rekrutierenden Fachkräfte zu sprechen. Hier seien Politik und Wirtschaft gefordert, um einerseits die Qualität des Ausbildungssystems zu sichern und andererseits notwendige Fachkräfte aus dem Ausland zuzulassen. Hans Fahrländer führte gekonnt durch den Abend und moderierte die anschliessenden Zuschauerfragen. So wollte ein Gast von Itschner wissen, was er und die ABB denn am jetzigen Standort besonders schätzen. Ohne zu zögern hob Itschner die Wichtigkeit von Innovationsfähigkeit, Fachkräften und das duale Bildungssystem hervor – Errungenschaften die es weiter zu fördern gilt.

Beim anschliessenden Apéro wurde noch lange über die Zukunft der Industrie, deren Bedeutung für Baden und die Digitalisierung gesprochen. Die Besucher freuen sich bereits auf die nächste Auflage von «FDP trifft…» im Sommer 2020.