Die kantonale Fachstelle Kulturvermittlung prämiert jährlich herausragende Projekte von Aargauer Schulen. Zu den Funkenflug-Gewinnern gehört bereits zum zweiten Mal ein Team vom zeka Zentrum für körperbehinderte Kinder Aarau. „Die Turmuhr", ein gefilmtes Figurentheater, hat die Jury überzeugt.
Kevin hat den ruhelosen Schlossgeist gebastelt, dessen Turmuhr gestohlen wurde. Der traurige König ist ein Werk von Jenny und Lorenzo. Zum Figurentheater gehören auch ein Delphin und ein Drache und eine vorwitzige Maus. Unterstrichen mit diverser Musik, selbst erzeugten Klängen und der bühnenreifen Stimme der Erzählerin ist aus dem Theater ein unterhaltsamer Film geworden, der im Rahmen des kantonalen Projektes „Funkenflug" mit einem Betrag von 5'000 Franken prämiert wurde. „Diese Art der Kunsttherapie beeindruckte die Jury sehr", erklärte Christina Schaffner in der Laudatio im Kurtheater in Baden. Die Jurorin ist Musikpädagogin, Autorin und Komponistin von Kindermusicals und Lehrmitteln. Sie fügt an:" Immer wieder mussten aufgrund der Körperbehinderungen Schwierigkeiten überwunden werden. Die Bewältigung dieser Probleme stand bemerkenswert im Mittelpunkt des Projektes, das mit einem kreativen Ergebnis endete." Die beteiligten Kinder vom zeka Zentrum Aarau freuten sich sehr über das Kompliment, das sie zusammen mit dem Preis entgegen nehmen durften.
Entstanden in der Therapie
Im zeka Aarau werden rund 90 Schülerinnen und Schüler mit Körperbehinderungen unterrichtet und gefördert. Als Tagesschule organisiert, sind die nötigen Therapien für die Kinder und Jugendlichen im Stundenplan integriert. In einem interdisziplinären Projekt zusammen mit acht Kindern, zwei Ergotherapeuten und einer Logopädin ist das prämierte Werk „Die Turmuhr" während knapp zwei Jahren entstanden. Für die Vollendung des Filmes haben die Kinder die Geschichte geschrieben, Figuren und Bühnenbilder gestaltet, Naturalien gesammelt, Stoff geschnitten, Theater erlebt und gespielt sowie Musik produziert. All diese Handlungen sind für die Förderung der Selbständigkeit und Integration der Kinder ein wichtiger Faktor. „Die Tatsache, dass wir zusammen mit Projekten aus der Regelschule juriert und prämiert wurden - und dies bereits zum zweiten Mal in Folge - zeigt, dass zeka Teil der aargauischen Schullandschaft ist", freut sich Ueli Speich, Stiftungsleiter von zeka. Und er fügt an: „Auch Kinder mit Körperbehinderungen sind zu herausragenden Leistungen fähig, und ich freue mich zusammen mit dem Team sehr über diese Auszeichnung."
Weitere Informationen sowie Bestellmöglichkeiten des Filmes unter www.zeka-ag.ch.