(Wolfgang Seiring) Kirche ist Gemeinschaft und kennt keine Grenzen. Dies wurde in der reformierten Kirche im Zeitraum vom Donnerstag 27. Juni bis Montag 1. Juli 2019 spürbar. In diesen Tagen stand die Begegnung mit unseren ungarischen Freunden aus der Partnerkirche Ráckeve im Vordergrund. 2 Tage Ausflüge im Dreiländereck mit den Gastgebern einschliesslich Begegnungsabend im Kirchgemeindesaal führten im Anschluss zum eigentlichen Höhepunkt am Sonntag mit einem Festgottesdienst und dem anschliessenden Fest auf der Kirchenwiese.

Kirche ist Freude, für Jung und Alt.  Mit diesem Sinnspruch «Jesus Christus ist Gestern, Heute und in Ewigkeit» erläuterte Pfarrer Béla Kálmán seine Begrüssungsworte im Festgottesdienst unsere Gemeinschaft im christlichen Glauben und dem Abendmahl. Pfarrerin Claudia Speiser wählte «Freude» als Thema Ihrer Predigt und gab damit zum Ausdruck, dass die Bibel uns lehrt Freude zu empfangen und zu geben. Dies gilt für Alt und Jung und über alle Grenzen hinweg. Während des Gottesdienstes konnte der frisch gewählte Kirchenpflegepräsident Claude Chautems das Geschenk der Partnergemeinde Ráckeve - eine geschnitzte Holzschale für die Ausgabe des Abendmahlbrotes - vom Kirchenpflegepräsidenten aus Ráckeve Bálint Erdős übernehmen.

Der Kirchenchor erfreute die Anwesenden mit wunderbaren Weisen und überraschte dabei Pfarrerin Claudia Speiser mit einem gesungenen Geburtstaggruss. Es war aber nicht nur ein Gottesdienst und Fest für die Erwachsenen. Bereits begleitend zum Festgottesdienst gab es einen Kindergottesdienst in Deutsch und Ungarisch. Der Kurator R. Frauchiger wurde für seine Arbeit der letzten 1,5 Jahre in der Kirchengemeinde gegen Ende des Gottesdienstes herzlich verdankt.

Parallel zum Apero startete das Programm für im Kirchgemeindesaal und auf der Kirchenwiese. Zum Apero spielte das Alphorn Quartett Möhlin typische, Schweizer Melodien. Auf besonderen Wunsch der Zuhörerschaft gab es auch eine Zugabe. Mit Schwung, Rhythmus und Melodien zeigte die Trachtengruppe Gipf – Oberfrick Ihre Tänze und forderten beim dritten Tanz zur allgemeinen Begeisterung unsere ungarischen Gäste zur Mitwirkung auf. Es ergab sich ein buntes Bild im tanzenden Reigen. Schminken und basteln war bei den Kindern sehr beliebt. Die Jugendorganisation CEVI hatte nebst Spielen, wettergerecht eine Wasserschlacht für Kinder und Jugendliche im Angebot.

Unserere ungarischen Gäste beglückwünschten Pfarrerin C. Speiser auch mit einem Geburtstagsständchen in ihrer Sprache. Sehr berührt war sie auch von der Gesangeinlage zum Geburtstag durch die anwesenden Damen vom «Höck mit Herz» angeführt und begleitet mit Handörgeli von Trudi Zumsteg.

Hand in Hand leisteten Angestellte, Freiwillige sowie die Colonia Libera Italiana ihren Beitrag zum Gelingen der Gottesdienste und des Kirchenwiesenfestes. Es funktionierte einfach alles. Das Buffet mit Speisen und Getränken, die Grilllagen und Dessert waren immer bereit. Auch das Auf- und Abräumen, der Abwasch, der Abbau der Zelte, Tische und Bänke. Herzlichen Dank an dieser Stelle.

Es war eine Heiterkeit, die gefühlte Offenheit und Gemeinsamkeit veranlassten Pfarrerin C. Speiser zur Aussage: «Dies ist eine Aufbruchstimmung. Dies ist der Schwung für einen Neuanfang. Diese Stimmung wollen wir weiter in die Gemeinde tragen.»