Das Kantonsspital Baden (KSB) baut sein Angebot am Standort Brugg weiter aus: Per 1. Januar 2020 wird es die sogenannte „Gemeinschaftspraxis Brugg“ im Haus der Medizin übernehmen. Die bisherigen Inhaber, Rainer Klöti und Urs Hintermann, bleiben der Praxis als Belegärzte erhalten. Damit ist die Weiterführung des rheumatologischen Angebots in der Region Brugg gewährleistet.

„In der jüngeren Vergangenheit hat sich gezeigt, dass es nicht einfach ist, für rheumatologische Praxen eine Nachfolgelösung zu finden“, sagt KSB-CEO Adrian Schmitter. Das KSB hingegen erfreue sich als Arbeitgeber grosser Beliebtheit, insbesondere auch im Bereich Rheumatologie. „Vor diesem Hintergrund war es naheliegend, dass Gespräche über eine Kooperation stattfanden. Es freut uns, dass es uns gelungen ist, für alle Beteiligten eine Win-win-Situation herbeizuführen.“

Die Vereinbarung sieht vor, dass das KSB per 1. Januar 2020 vom Duo Klöti/Hintermann sämtliche Aktien der Gemeinschaftspraxis MZB Brugg AG übernimmt. Der 64-jährige Rainer Klöti und der 66-jährige Urs Hintermann werden als Belegärzte weiterhin Patienten betreuen, und die bisherigen Mitarbeitenden bleiben am Standort Brugg tätig. Unterstützung erhalten sie durch eine erfahrene Rheumaspezialistin aus einem Schweizer Universitätsspital, die sich entschlossen hat, ans KSB respektive ans Medizinische Zentrum nach Brugg zu wechseln.

Wohnortsnahe Behandlung der Patienten 

Die Anbindung an das KSB erleichtere die Zusammenarbeit mit Spezialisten aus anderen Fachgebieten, sagt Andreas Thueler, Chef Rehabilitation und Rheumatologie am KSB. Gerade bei entzündlichen rheumatischen Erkrankungen sei dieser Aspekt sehr wichtig. Für die Patienten ergeben sich laut Thueler noch weitere Vorteile: „Bei einem grösseren Ärzteteam ist es leichter, die bisher unvermeidbaren Wartezeiten für Sprechstundentermine zu reduzieren. Dank der Digitalisierung können Informationen sehr effizient ausgetauscht werden. Davon profitieren nicht zuletzt Patienten, die notfallmässige Konsultationen benötigen oder ins Spital überführt werden müssen.“

Dass die Synergienutzung zwischen dem KSB und dem Medizinischen Zentrum in Brugg gut funktioniert, hat sich in anderen Bereichen bereits gezeigt. So bietet das KSB in Brugg verschiedene Dienstleistungen an, beispielsweise in den Bereichen Radiologie, Onkologie, Hämatologie, Dialyse, Chirurgie oder Urologie.

„Die Zusammenarbeit mit dem Standort Brugg ist in den vergangenen Jahren sukzessive gewachsen. Die Übernahme des rheumatologischen Angebots stellt somit eine konsequente Weiterführung dieser Strategie dar. Die Patienten in Brugg profitieren von einer wohnortsnahen Betreuung und dem grossen Know-how des ärztlichen Netzwerkes“, sagt Schmitter.