Wenn Sänger mit ihren Frauen auf Reisen gehen, da lacht der Himmel. Und so war es auch am Montag des 11. Mai als der Werkmeisterchor Baden seine diesjährige Sängerreise startete. Das Wetter konnte fast nicht schöner sein und die Prognosen sagten für den ganzen Tag nur das Beste voraus.

Mit einem Reisebus fuhren die 37 Teilnehmer/innen ab Gebenstorf und Baden in Richtung Ostschweiz mit dem Reiseziel Appenzell unter dem Motto «Sönd Willkomme im Appezöller-land». Die Reise führte uns vorerst einmal durch den morgendlichen Stau vor dem Gub-risttunnel und der Nordumfahrung von Zürich. Schon bald aber konnte unser Chauffeur das Tempo wieder erhöhen und so fuhren wir auf der A1 in Richtung Winterthur, dem frühlingshaften schönen Thurgau entgegen zu unserem ersten Etappenziel in Aadorf zum erstmaligen Kaffeehalt. Nach der Stärkung mit Kaffee und Gipfeli sangen wir dann zum Auftakt des Reisetages noch die ersten Lieder unter der Leitung unseres Dirigenten Toni Wolleb.

Nach dem kurzen Halt in Aadorf ging es noch ein Stück weit über die Autobahn aber schon in Will verliessen wir diese wieder und fuhren dem nächsten Etappenort Liechtensteig im Toggenburg entgegen. Das Toggenburg zeigte sich in einem schönem «Grün» und vielerorts sah man schon das erste Heu auf den Wiesen liegen. In Liechtensteig erwartete uns ein süsser «Kurz-aufenthalt bei Kägi fred». Wo so mancher/e Teilnehmer/Inn den süssen Versuchungen nicht standhalten konnte.

Nach Liechtensteig führte die Strasse dann recht steil bergauf auf die Wasserfluh dem Scheitelpunkt vom Toggenburg zum Appenzellerland. Nach der Wasserfluh begann die kurze Abfahrt ins Neckertal dann weiter an Orten wie St. Peterzell, Schönengrund, Waldstatt und Hundwil vorbei nach Appenzell. Dass es im Car während dieser Fahrt fast etwas ruhig war, lag sicher nicht an der Müdigkeit der Reisenden sondern schon eher an dem Ausblick auf die schöne Appenzeller-Landschaft die es zu sehen gab – oder war es doch schon der nahende Hunger der sich langsam bemerkbar machte? Nach Appenzell gings rechts auf einer schmalen Bergstrasse wieder bergauf und so gelangten wir fast pünktlich an unserem Mittagsziel in Eischen ob Appenzell an.

Die Empfehlung hier oben in Eischen den Mittagshalt zu machen kam von unserem Sängerkollegen Heinz Meyer der mit seiner Frau Ursula seit langer Zeit hier oben fast schon ein Einheimischer ist. Freundlich wurden wir alle vom Seniorchef persönlich empfangen und an die schön gedeckten Tische geführt. Was dann kam war ein kleiner Traum, die freundliche Bedienung, das wunderbar zubereitete Mittagsmenü und die süsse gebrannte Creme zum Dessert erfreute uns alle.

Ein kleiner Liedervortrag mit dem Dirigenten und den Sängern rundete den schönen Aufenthalt auf Eischen ab. Danke dem ganzen Team vom Landgasthof Eischen.

Leider drängte schon bald wieder die Zeit und wir mussten weiter zu unserem letzten Ziel der Reise der Schwägalp fahren. Durch die Dörfer Gonten und Urnäsch führte die Strasse hinauf auf die Schwägalp dem Höchsten Punkt unserer Reise mit 1278 MüM. Hier oben war kaum der Winter vorbei und am Wegrand blühten noch die Schlüsselblümlein. Ein kurzer Besuch in der Schaukäserei oder auch nur ein kühler Trunk an der Sonne bevor es wieder weiter ging nicht ohne noch die letzten einstudierten Lieder gesungen- und ein kurzes Foto Shooting gemacht zu haben.

Die anschliessende Heimfahrt führte uns wieder hinunter ins Toggenburg nach Wattwil dann über den Rickenpass mit der schönen Aussicht auf den Obersee und die weite Linthebene. In Rapperswil über den Seedamm nach Pfäffikon SZ und über die Autobahn zurück an unsere Einsteigeorte.

Ein schöner erlebnisreicher Tag ging zu Ende mit einer schönen Reise, schönem Wetter einem guten Mittagessen und mit vielen schönen gesungenen Liedern.

Danke den Kollegen die mitgeholfen haben diese Reise zu gestalten und vor allem auch dem Chauffeur K. Siegrist für die vielen Erläuterungen und die ruhige und sichere Fahrt.

Paul Bruderer